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Hakenkreuz-Foto: Rekruten setzen nach Arrest RS fort

Hitlergruss und Hakenkreuz könnten die sechs Rekruten aus Wangen an der Aare bis zu drei Jahre hinter Gitter bringen. Die Militärjustiz hat ein Verfahren eröffnet.

Verfahren bei der Militärjustiz eröffnet: Eine Gruppe von Rekruten der Panzer-Rekrutenschule. (Symboldbild)
Verfahren bei der Militärjustiz eröffnet: Eine Gruppe von Rekruten der Panzer-Rekrutenschule. (Symboldbild)
Martin Ruetschi, Keystone

Die sechs Armeeangehörigen, die auf einem Bild mit Hitlergruss und Hakenkreuz posiert hatten, sind wieder auf freiem Fuss. Sie seien am Dienstagabend aus dem Arrest entlassen worden, sagte Armeesprecher Daniel Reist gegenüber der sda.

Die Rekruten hatten das Hakenkreuz in den Schnee gezeichnet und die Armee zum Hitlergruss ausgestreckt. Das Ganze hielten sie auf einem Foto fest. Der «SonntagsBlick» machte das Bild am 22. Januar publik. Darauf hat die Armee Massnahmen ergriffen.

«Die Soldaten wurden disziplinarisch mit scharfem Arrest bestraft», sagt Armeesprecher Mirco Baumann gegenüber der Zeitung. Die Massnahme wurde mehrere Tage lang durchgezogen.

Drei der Rekruten hätten vorgehabt, nach der RS bei der Armee weiterzumachen. Dies wird laut Baumann nun nicht mehr möglich sein. Die RS könnten sie aber noch zu Ende führen. Offenbar hatte die mediale Veröffentlichung des Fotos Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt. Sie seien früher eingerückt und hätten sich selbst gestellt.

Kein Einzelfall

Die Militärjustiz muss im Laufe des eröffneten Verfahren entscheiden, ob sie das Foto vom Waffenplatz Wangen an der Aare als Nazi-Propaganda einstufen. Gemäss Strafnorm gegen Rassendiskriminierung drohen im Falle eines Gesetzesbruchs Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

Martine Brunschwig Graf, Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) bezeichnet das Verhalten der Wangener-Rekruten als «skandalös». Jedoch sei dies kein Einzelfall. Es gebe immer mehr Rechtsextreme in der Schweizer Armee, sagt die Präsidentin zum «SonntagsBlick».

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