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Aus Papst wird Yoda

Die taz verglich Papst Benedikt XVI. mit dem Jedi-Meister Yoda aus dem Film «Krieg der Sterne». Mit der satirischen Aktion zog die deutsche Tageszeitung den Zorn der bürgerlichen Politik auf sich.

«Religionsführer im Bundestag»: Titelseite der taz vom Donnerstag.
«Religionsführer im Bundestag»: Titelseite der taz vom Donnerstag.
Keystone

Satirischer Tabubruch der taz: Die Tageszeitung hat den Papst mit dem greisen Jedi-Meister Yoda aus «Krieg der Sterne» verglichen und damit den Zorn der CSU auf sich gezogen. Der Sprecher der Christ-Sozialen Katholiken in der CSU, Thomas Goppel, empörte sich über die Titelseite von heute und sprach in diesem Zusammenhang von einer Medien-Hetzkampagne gegen Benedikt XVI. Auch der CSU-Politiker Norbert Geis hält die taz-Berichterstattung für «würdelos», wie er der Nachrichtenagentur DAPD sagte.

Die Zeitung hatte statt eines Fotos von Benedikt XVI., der Donnerstag seinen Staatsbesuch begann, ein Foto des spitzohrigen, kleinwüchsigen Jedi-Meisters abgedruckt – unter der Überschrift «Religionsführer im Bundestag».

Goppel sagte im DAPD-Interview dazu: «Wenn einige Redaktionen ihre Kampagnen gegen den Papst auf die Spitze treiben wollen, kann man das leider nicht verhindern.» Er bedauere, dass eine ruhige und sachliche Diskussion über das christliche Menschenbild in Deutschland derzeit nur schwer möglich sei.

Geis sagte: «Die Redaktion würde keinen anderen Repräsentanten einer Religion in dieser Weise vergleichen.»

Taz weist Kritik zurück

Die taz wies die Kritik zurück und setzte sogar noch einen drauf: Auf ihrer Webseite zeigte sie nachmittags ein Bild des Bösewichts aus «Star Wars», Darth Vader, das sie mit den Worten untertitelte: «Die ‹dunkle Seite der Macht›: Thomas Goppel is not amused.»

Der stellvertretende Chefredaktor Reiner Metzger schrieb: «Wir bedauern, dass Herr Goppel sich offensichtlich so wenig in die Welt der Jedis einfühlen kann.» In der Subkultur von «Krieg der Sterne» gelte der jahrhundertealte Meister Yoda als geistiger Vater des wohlmeinenden Jedi-Ordens, «wie in der echten Welt eben Benedikt XVI.», sagte Metzger. «Was da also eine Hetzkampagne sein soll, erschliesst sich uns nicht.»

dapd/mrs

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