Auf der Bahn-2000-Strecke fahren die Züge wieder

Bei einem Zwischenfall mit einer Baumaschine kam es auf einer Länge von 500 Metern zu Ölspuren auf den Schienen. Nach der Sperre fahren die Züge zwischen Bern und Olten wieder.

Mitarbeiter der SBB saugen in Zollikofen den kontaminierten Schotter und das gebundene Öl ab. (4. Oktober 2019) Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Mitarbeiter der SBB saugen in Zollikofen den kontaminierten Schotter und das gebundene Öl ab. (4. Oktober 2019) Bild: Peter Klaunzer/Keystone Bild: Keystone

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Die Bahn-2000-Strecke zwischen Bern und Olten ist am Samstagmorgen wieder geöffnet worden. Der Zugverkehr werde wieder planmässig durchgeführt, erklärte ein Sprecher von den SBB gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Ein nächtlicher Ölverlust bei geplanten Unterhaltsarbeiten hatte am Freitag zu Verspätungen und Zugausfällen geführt. Die Strecke zwischen Olten und Bern war daher gesperrt worden und die Reisezeit hatte sich um rund 15 Minuten verlängert.

Der Bahnsprecher erklärte weiter, der Zwischenfall mit dem Öl sei umweltgerecht und unter Einhaltung aller Vorschriften beseitigt worden. Für die Kunden gebe es derzeit keinerlei Behinderungen mehr auf der betroffenen Strecke.

Zu dem Zwischenfall kam es bei geplanten Unterhaltsarbeiten vor dem Grauholztunnel, wo ein Schleifzug am Schienenschleifen war. Aus ungeklärten Gründen habe der Zug Öl verloren. Auf einer Länge von rund 500 Metern zwischen dem Tunnelportal in Richtung Bern habe es aber mehrere Ölspuren gegeben.

Ein Sauglastwagen auf einem Bahnflachwagen saugte am Freitag Meter für Meter den kontaminierten Schotter und das gebundene Öl ab. Ob die ausgelaufene Ölmenge auch das darunterliegende Erdreich verschmutzt hatte, liess der SBB-Sprecher am Samstagmorgen allerdings offen.

Über Stammstrecke umgeleitet

Bereits am frühen Freitagnachmittag konnte wieder ein Gleis der Bahn-2000-Strecke freigegeben werden. Es handelte sich dabei um das Gleis in Fahrtrichtung Olten, während in Fahrtrichtung Bern weiterhin mit Verspätungen gerechnet werden musste.

Am Freitagmorgen waren sämtliche Züge, die sonst zwischen Bern und Olten beziehungsweise via Zofingen weiter nach Luzern über die Bahn-2000-Strecke verkehren, über die Stammstrecke via Burgdorf-Langenthal umgeleitet worden. Dadurch hatte sich die Reisezeit um rund 15 Minuten verlängert.

Da wegen der Umleitung auf die Stammstrecke weniger Kapazitäten vorhanden waren, hatte dies auch Folgen für den Regionalverkehr. Es kam zu Zugausfällen und Folgeverspätungen. Die SBB baten die Reisenden für die Unannehmlichkeiten um Entschuldigung und ersuchten Reisende, vor Reiseantritt den Online-Fahrplan zu konsultieren.

Regelmässige Unterhaltsarbeiten

Die SBB nimmt auf der Bahn-2000-Strecke regelmässig Unterhaltsarbeiten vor. Dabei werden etwa Kontrollen an technischen Komponenten vorgenommen sowie Gleis-, Fahrleitungs-, Telekom- und Sicherungsanlagen instandgehalten.

Die Gleisbauteams schleifen beispielsweise Schienen, um Spuren der steten Abnutzung zu beseitigen. Oder sie stopfen wo nötig hochpräzis und computergesteuert Schotter unter die Schwellen und justieren so die Gleislage millimetergenau. (bey/sda)

Erstellt: 05.10.2019, 07:23 Uhr

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