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Bald schwimmt Neapel im Abfall

Neapel fürchtet, dass sich die Abfallberge an Silvester durch das Feuerwerk entflammen könnten. Nun greift die Stadtregierung zu einer vorbeugenden Massnahme.

Sollen unter Wasser gesetzt werden: Die Müllhalden von Neapel.
Sollen unter Wasser gesetzt werden: Die Müllhalden von Neapel.
AFP
Es stinkt  zum Himmel: Müll in den Strassen Neapels.
Es stinkt zum Himmel: Müll in den Strassen Neapels.
Keystone
Es dampft weiter: Der Müll auf der Strasse verpestet die Luft weiterhin. Der Appell des italienischen Schriftstellers Roberto Saviano zur Krise: «Unterdrückung ist keine Antwort auf die reale Angst dieser Menschen».
Es dampft weiter: Der Müll auf der Strasse verpestet die Luft weiterhin. Der Appell des italienischen Schriftstellers Roberto Saviano zur Krise: «Unterdrückung ist keine Antwort auf die reale Angst dieser Menschen».
Keystone
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Kurz vor Silvester geht in der von Müll überhäuften süditalienischen Stadt Neapel die Angst vor brennenden Abfallbergen um. Um zu verhindern, dass Raketen oder Böller den Müll entflammen, will die Feuerwehr die in den Strassen lagernden Abfälle wässern.

«Noch liegen rund 1400 Tonnen Müll in den Strassen, das ist eine echte Brandgefahr», sagte der städtische Hygienebeauftragte Paolo Giacomelli am Mittwoch. Am Freitag würden daher Feuerwehrleute und Forstmitarbeiter die zu etwa 200 Haufen zusammengetragenen Abfälle mit Wasser besprengen.

Berlusconi bleibt tatenlos

In der italienischen Metropole türmt sich seit September wieder der Müll. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte mehrfach versprochen, das Problem innerhalb weniger Tage zu lösen – allerdings tat sich bisher nichts.

Die EU-Kommission forderte Rom unter Androhung von finanziellen Sanktionen am vergangenen Freitag auf, einen neuen Plan zu entwickeln, wie die Abfallentsorgung in Neapel geregelt werden soll.

Der Grossraum Neapel leidet seit mehr als einem Jahrzehnt unter einem chronischen Müllproblem. Deponien und Wiederaufbereitungsanlagen sind überlastet. Im November war die Region ausserdem Schauplatz gewaltsamer Proteste geworden, bei denen zahlreiche Anwohner gegen die weitere Benutzung oder Vergrösserung der überfüllten Deponien mobil machten.

SDA/mrs

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