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Beinahezusammenstoss mit einem Airbus A340

Ein A330 auf Kollisionskurs mit einem A340: Im Jahr 2010 kam es nordöstlich von Trasadingen SH beinahe zu einem Flugunfall. Der Flugverkehrsleiter kämpfte zudem mit einem kaputten Mikrofon.

Konnte in letzter Minute eine Kollision verhindern: Flugverkehrsleiter in Kloten. (Archivbild))
Konnte in letzter Minute eine Kollision verhindern: Flugverkehrsleiter in Kloten. (Archivbild))
Reuters

Im Oktober 2010 ist es beinahe zu einem schweren Flugunfall nordöstlich von Trasadingen SH gekommen. Zwei Linienflugzeuge flogen mit einem Abstand von nur gut 150 Metern aneinander vorbei. Zur brenzligen Situation könnte das defekte Mikrofon eines Flugverkehrsleiters beigetragen haben, wie der Schlussbericht der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (Sust) nun zeigt.

Der Vorfall geschah am Abend des 25. Oktober 2010. Laut dem Sust-Bericht, der heute veröffentlicht wurde, war ein Airbus A330-232 der portugiesischen White Airways in westlicher Richtung unterwegs. Richtung Osten flogen ein Airbus A340-642 der Qatar Airways sowie ein weiteres Flugzeug.

150 Meter Distanz

Die Flugverkehrsleitung wollte den portugiesischen Airbus zwischen den beiden anderen Flugzeugen hindurch fliegen lassen. Der portugiesische Pilot leitete allerdings eigenmächtig ein Manöver ein, das sein Flugzeug auf eine vertikale Distanz von nur 150 Meter zum Flugzeug der Qatar Airways brachte.

Der Flugverkehrsleiter konnte nur mit Verspätung eingreifen, weil sein Kopfmikrofon kaputt war. Erst als er das Handmikrofon benutzte, konnte er mit seinen Anweisungen die Kollision verhindern, wie es im Bericht heisst.

Ähnlicher Vorfall über Italien

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es am 16. Dezember 2011 südwestlich von Lugano TI über italienischem Gebiet: Ein Saab-Flugzeug der Schweizer Darwin Airline näherte sich auf eine vertikale Distanz von ebenfalls nur gut 150 Metern einer Cessna der italienischen My Jet an.

In diesem Fall hatte der Flugverkehrsleiter mit seinen Anweisungen gemäss Untersuchungsbericht die gefährliche Situation verursacht. Der Mann arbeitete allein, und gewisse Höhenangaben auf seinem Radarschirm waren fehlerhaft, erklärte die Sust.

SDA/bru

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