Berliner Pandadame Meng Meng ist trächtig

Der Zoo in der deutschen Hauptstadt erwartet die Geburt von mindestens einem Pandababy.

Freudige Kunde aus Berlin: Meng Meng erkundet ihr Gehege im Zoo. (Keystone/Paul Zinken/14. August 2019)

Freudige Kunde aus Berlin: Meng Meng erkundet ihr Gehege im Zoo. (Keystone/Paul Zinken/14. August 2019)

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Das Pandaweibchen Meng Meng aus dem Berliner Zoo erwartet Nachwuchs. Die Ultraschalluntersuchung zeigte am Dienstag mindestens ein Pandababy, wie der Zoo mitteilte. Die Geburt wird nun binnen zwei Wochen erwartet. Es wäre deutschlandweit der erste Pandanachwuchs.

Bereits vor zwei Wochen hatte der Zoo die Hoffnung geäussert, dass Meng Meng trächtig sein könnte. Sicher bestätigt wurde das aber erst durch den neuen Ultraschall. «Wir sind voller Freude über diese Nachricht», erklärte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. Bei bedrohten Tierarten wie den Pandas sei jeder Nachwuchs «ein grosses Geschenk».

Das Pandaweibchen war im April künstlich befruchtet worden, um die Chancen auf Nachwuchs zu erhöhen. Zuvor waren Meng Meng und der männliche Panda Jiao Qing zusammengeführt worden. Ob die Paarungsversuche erfolgreich waren, liess sich aber nicht feststellen.

Mit Hilfe von Apfelstückchen, Keksen und Honigwasser konnte die sechsjährige Meng Meng am Dienstagmorgen nun per Ultraschall untersucht werden, nachdem ähnliche Versuche in der vergangenen Woche gescheitert waren. Dabei entdeckten die Spezialisten knapp 20 Wochen nach Meng Mengs und Jiao Qings erstem Kennenlernen ein kleines, kräftig schlagendes Herz.

Betreuung rund um die Uhr

Die Ergebnisse der Hormonuntersuchungen, das Verhalten der Pandadame und die Grösse des Jungtiers lassen demnach auf eine Geburt in den kommenden beiden Wochen schliessen. Meng Meng wird nun rund um die Uhr beobachtet.

Pandas bringen eines oder zwei, selten sogar drei Jungtiere auf einmal zur Welt. Auch wenn nur ein Jungtier bei der Ultraschalluntersuchung entdeckt wurde, besteht dem Zoo zufolge immer noch die Chance auf eine Mehrlingsgeburt.

Die Jungtiere werden nach rund vier bis sechs Monaten Tragzeit nur spärlich behaart und blind geboren. Mit einem Gewicht von meist nur 90 bis 130 Gramm bringt der Nachwuchs nur ein Bruchteil des Gewichts seiner Mutter auf die Waage.

Pandas sind speziell – nicht nur was ihre Nahrung Bambus betrifft, sondern auch bei der Fortpflanzung. Pandaweibchen können nur einmal im Jahr, in einem Zeitraum von 24 bis 72 Stunden, befruchtet werden.

Meng Meng und Jiao Qing waren im Sommer 2017 aus China nach Berlin gekommen – als vorerst auf 15 Jahre befristete Leihgabe. Sie bewohnen ein eigens errichtetes Gehege namens Panda Garden. Der Pandanachwuchs würde zwei bis vier Jahre in Berlin bleiben, bevor er nach China umziehen würde.

«Die tolle Nachricht aus dem Zoo»

Von 1980 bis zum Sommer 2012 lebten im Berliner Zoo schon einmal drei grosse Pandas. Das bei den Zoobesuchern beliebte Männchen Bao Bao starb vor rund sieben Jahren im hohen Alter von 34 Jahren. Paarungsversuche mit den früher verstorbenen Weibchen Tjen Tjen und Yan Yan blieben erfolglos.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zeigte sich am Dienstag nun erfreut über «die tolle Nachricht aus dem Zoo». «Jetzt hofft ganz Berlin auf ein schwarz-weisses Happy-End», erklärte er während eines Besuchs in der chinesischen Hauptstadt Peking, die Partnerstadt Berlins ist. (fal/afp)

Erstellt: 27.08.2019, 12:51 Uhr

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