Bilder zeigen Zerstörung nach Irma in Florida

Das Ausmass der Schäden von Irma wird auch in Florida nach und nach sichtbar. Einige Gebiete könnten erst in Wochen wieder Strom haben.

Überflutete Strassen und umgerissene Bäume: In Florida beginnt nach Irma das grosse Aufräumen. (Video: Tamedia/AP/AFP/Storyful)

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Am Sonntagmorgen erreichte der Hurrikan mit einer Stärke der Kategorie 4 die Südspitze Floridas und zog anschliessend mit voller Wucht Richtung Norden weiter. Stündlich wird nun klarer, welche immensen Verwüstungen Hurrikan Irma im US-Bundesstaat hinterlassen hat. Überall Bilder der Zerstörung: überschwemmte Strassen, entwurzelte Bäume, umgeknickte Strommasten und zerdrückte Autos. Die Häuser haben sich teilweise von ihren Fundamenten gelöst.

Mehr als 7,2 Millionen Häuser und Geschäfte ohne Strom, das sind mehr als die Hälfte aller Haushalte im Bundesstaat. In einigen Gebieten könnte es Wochen dauern, bis es wieder Elektrizität gebe, so Eric Silagy, Vorstandschef von Florida Power & Light.

Höchste Pegelstände

Am stärksten getroffen wurden Jacksonville und die Florida Keys. Die Rettungskräfte würden diesen beiden Gegenden einen «beträchtlichen Teil» ihrer Aufmerksamkeit widmen, erklärte Tom Bossert, Heimatschutzberater des Weissen Hauses. Die Pegelstände erreichten in der Stadt Jacksonville, durch die der Fluss St. Johns River fliesst, Rekordhöhen.

Weil sich der Sturm in Florida anders als zunächst erwartet westlich in Richtung Golf von Mexiko bewegte, wurde das dichtbesiedelte Gebiet rund um Miami nicht direkt getroffen.

Animierte Satellitenbilder zeigen, wie Hurrikan Irma über Florida zog und sich zu einem Tropensturm abschwächte. Zu sehen ist der Zeitraum vom 9. bis 11. September. Video: Tamedia/Nasa

Wegen seiner riesigen Ausmasse war der Wirbelsturm aber auch in der Metropole an der Südostküste noch deutlich zu spüren – vor allem in Form von Überschwemmungen. Die Hochhäuser standen wie Inseln in den Fluten und schwankten im Sturm.

Bevor Irma auf Miami Beach traf, versuchten einige noch, ihre Boote so gut wie möglich zu sichern. (Bild: Gaston De Cardenas/AFP)

Danach: Ein überflutetes Boot am Hafen von Coconut Grove in Miami wird begutachtet. (Bild: Saul Loeb/AFP)

Nach dem Sturm die Plünderer

Verschiedenen Berichten zufolge haben Diebe das Chaos in Florida genutzt, um Geschäfte zu plündern und in Wohnungen einzubrechen. US-Medien schilderten aus mehreren Städten an der Ostküste des US-Bundesstaats Überfälle, einige der Täter seien gar bewaffnet. Viele seien jung oder in Gruppen organisiert.

Fort Lauderdale, Miami: Vor laufender Kamera wird ein Schuhgeschäft geplündert. Video: AP

Mehr als 40 Tote

An der Westküste Floridas kamen auch Orte mit einem grossen Schrecken davon. Am Montag verliess Irma den «Sonnenstaat» wieder und zog weiter über den US-Staat Georgia. Trotz Zurückstufung auf Kategorie 1 sorgte er dort für weitere schwere Regenfälle und heftigen Wind. Mindestens drei weitere Personen kamen ums Leben, insgesamt hat der Hurrikan inzwischen mehr als 40 Menschenleben gefordert. Der Schaden, den Irma in den USA anrichtete, wird auf über 100 Milliarden geschätzt.

(kfi)

Erstellt: 12.09.2017, 11:39 Uhr

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