Black Hawk stürzt in Florida ab – vermutlich elf Tote

Es war ein routinemässiger Trainingsflug, zu dem die elf US-Soldaten aufbrachen. In dichtem Nebel stürzte der Black Hawk dann plötzlich auf einen Strand.

Rettungsmannschaften suchen noch nach den Soldaten: Trümmerteile am Strand. (11. März 2015)

Rettungsmannschaften suchen noch nach den Soldaten: Trümmerteile am Strand. (11. März 2015) Bild: Keystone

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Ein Black-Hawk-Hubschrauber mit elf Soldaten an Bord ist bei einem nächtlichen Übungsflug im US-Staat Florida abgestürzt und hat offenbar alle Insassen in den Tod gerissen. Such- und Rettungsmannschaften konnten nach dem Unglück zunächst Trümmerteile wie einen Reifen und eine Tür des Helikopters finden, wie Fotos zeigten. Am späteren Mittwoch wurden auch menschliche Überreste entdeckt, die offenbar zu den sieben Marineinfanteristen und vier weiteren Soldaten gehörten. Als Grund für den Absturz wird dichter Nebel vermutet.

Der Armeehubschrauber vom Typ UH-60 Black Hawk stürzte bei dem Routinemanöver auf ein entlegenes Strandgebiet zwischen Pensacola und Destin. Der Strand gehört dem Militär und wird für Tests benutzt.

Die Marines gehören nach Angaben des Luftwaffenstützpunkts zu einer Spezialoperationsgruppe. Die anderen Soldaten stammten von einer Nationalgardeeinheit in Louisiana. Deren Sprecher Glenn H. Curtis berichtete, ein zweiter Hubschrauber habe in derNacht an Land zurückkehren müssen, da das Wetter zu schlecht gewesen sei. Der Crew sei nichts zugestossen.

Der später verunglückte Armeehubschrauber sei am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr als vermisst gemeldet worden, sagte der Sprecher des Luftwaffenstützpunkts Eglin, Andy Bourland. Er sei von einem nahe gelegenen Flughafen in Destin gestartet und habe gemeinsam mit anderen Flugzeugen an der Übung teilgenommen.

Unter den Insassen des abgestürzten Black Hawks war ein Veteran, der bereits mehrmals im Irak gedient hatte. Er hatte laut Armeeangaben auch bei humanitären Einsätzen nach Wirbelstürmen an der Golfküste sowie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko geholfen.

US-Präsident Barack Obama drückte den Familien der Absturzopfer seine Anteilnahme aus. Er sei zuversichtlich, dass in dem Fall sauber und detailliert ermittelt werde, liess das amerikanische Staatsoberhaupt durch seinen Sprecher Josh Earnest ausrichten. (chk/AP)

Erstellt: 12.03.2015, 02:58 Uhr

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