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Beim ersten Date ein Banküberfall

In Massachusetts treffen sie sich zum Blinddate: Er entpuppt sich als Bankräuber – sie wird ungewollt zur Fahrerin des Fluchtautos.

Bilder einer Überwachungskamera zeigen Christopher C. während des Überfalls. Foto: North Attleboro PD
Bilder einer Überwachungskamera zeigen Christopher C. während des Überfalls. Foto: North Attleboro PD

Banküberfall, Flucht, Verhaftung: Dieses erste Date dürfte der US-Amerikanerin Shelby S. wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Über eine Dating-App lernte sie Christopher C. 2016 kennen. Das erste Treffen war vorläufig auch ihr letztes: Ihr Beau wurde diese Woche verurteilt.

Zum ersten Date holte sie ihn mit ihrem Auto bei seinen Eltern zu Hause ab. Während der 33-Jährige auf dem Beifahrersitz Wein trank, fuhren sie in Richtung North Attleborough, einem kleinen Städtchen im Südosten des Bundesstaates Massachusetts. Wie CNN schreibt, bat er sie unterwegs, vor einer Bankfiliale kurz anzuhalten. C. verliess den Wagen und betrat alleine die Bank. Er zückte eine Waffe und verlangte 1000 Dollar in bar. Er sei in finanziellen Schwierigkeiten und brauche das Geld dringend, erklärte er dem Bankangestellten.

Blinddate wird zur Komplizin

Wenige Minuten später rannte er zurück zum Auto, schwitzend, mit Sonnenbrille und einem Hut, Waffe und Bargeld in der Hand. «Fahr verdammt noch mal los!», befahl er seiner wartenden Gefährtin. Die 40-Jährige gehorchte. Wie S. später vor der Polizei aussagen wird, sei sie «in Panik geraten».

Die Polizei bekam Wind von der Aktion und verfolgte den Wagen. Als die Fahrerin – und seit neuestem auch Komplizin in einem Banküberfall – die Sirenen und das Blaulicht der Polizei bemerkte, hielt sie an und stieg aus dem Wagen aus. C. duckte sich, wohl in der Annahme, sich so vor der Polizei verstecken zu können. Diese zog ihn aus dem Auto, es kam zum Gerangel. C. spuckte einen Beamten an. Der Kampf endete für den 33-jährigen Bankräuber in Handschellen.

Im Wagen stellte die Polizei die für den Überfall verwendete Waffe sicher, welche offenbar dem Stiefvater von C. gehörte. Das gestohlene Bargeld fanden die Beamten in seinem Portemonnaie.

Klage gegen Shelby S. fallen gelassen

Wie CNN und die Lokalzeitung «The Sun Chronicle» berichten, wurde Christopher C. diese Woche zu fünf Jahren Haft verurteilt: Drei davon wegen des bewaffneten Raubüberfalls, zwei wegen gewaltsamen Widerstands gegen die Polizei.

Für Shelby S. ging der Vorfall nochmals glimpflich aus. Anfangs drohte ihr wegen Beihilfe zur Tat ebenfalls eine Verurteilung. Die Staatsanwaltschaft liess die Anklagepunkte gegen sie später jedoch wieder fallen. Was bleibt, ist die Erinnerung an das bisher wohl schlimmste Date ihres Lebens.

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