Bombendrohungen halten russische Behörden in Atem

Schulen, ein Kinderspital oder einen Bahnhof: Eine Serie von Fehlalarmen legt in Moskau Teile des öffentlichen Lebens lahm.

Russische Polizisten sind in Moskau im Einsatz. (Symbolbild) Foto: Shamil Zhumatov/Reuters

Russische Polizisten sind in Moskau im Einsatz. (Symbolbild) Foto: Shamil Zhumatov/Reuters

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Die Serie der folgenreichen Fehlalarme in Russland zu angeblichen Sprengsätzen in öffentlichen Gebäuden reisst nicht ab. Allein am Freitag erhielten in Moskau mehrere Schulen, ein Kinderspital sowie zahlreiche Gerichte Bombendrohungen, wie die Staatsagentur Tass unter Berufung auf Sicherheitsbehörden meldete.

Immer wieder legen die Drohungen Schulen und Teile des öffentlichen Lebens lahm, weil Einrichtungen evakuiert werden müssen.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte am Donnerstag den niederländischen Internetdienst startmail.com gesperrt, weil von dem Server E-Mails mit den Bombendrohungen massenhaft verschickt worden seien. Trotzdem ging die Serie der Alarmierungen weiter. Auch der Kiewer Bahnhof in Moskau war am Freitag davon betroffen.

Nach Berichten der Agentur Interfax mussten seit Beginn einer neuen Welle von Bombendrohungen am 28. November allein in Moskau bis zu 1,5 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht werden. Am 19. Dezember hatte die Zahl der Evakuierten den Rekord von 170'000 Menschen erreicht.

Es ist unklar, wer diese Drohungen mit welchem Ziel verschickt. Der FSB ermittelt wegen der massenhaften Verbreitung von Falschmeldungen mit dem Ziel, die öffentliche Ordnung zu stören. (sda)

Erstellt: 24.01.2020, 15:07 Uhr

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