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Buschbrände in Australien werden zum «Pulverfass»

Erstmals in der Geschichte Australiens haben die Behörden im Südwesten sämtliche Nationalparks geschlossen. Touristen mussten abreisen. Die Feuerwehr hat die höchste Alarmstufe ausgerufen.

Die Buschbrände sind noch immer ausser Kontrolle: Ein Feuerwehrmann im Kampf gegen das Feuer in New South Wales. (8. Januar 2013)
Die Buschbrände sind noch immer ausser Kontrolle: Ein Feuerwehrmann im Kampf gegen das Feuer in New South Wales. (8. Januar 2013)
Keystone
Aus der Luft: Diese Aufnahme von der Nasa zeigt die Buschbrände auf Tasmanien. (6. Januar 2013)
Aus der Luft: Diese Aufnahme von der Nasa zeigt die Buschbrände auf Tasmanien. (6. Januar 2013)
Reuters
Rund hundert Buschfeuer brennen in Australien: Eine Rauchsäule bei Coma, südlich von Canberra. (8. Januar 2013)
Rund hundert Buschfeuer brennen in Australien: Eine Rauchsäule bei Coma, südlich von Canberra. (8. Januar 2013)
Reuters
In Tasmanien ist es so heiss wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen: Rauchwolken über Park Beach. (4. Januar 2013)
In Tasmanien ist es so heiss wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen: Rauchwolken über Park Beach. (4. Januar 2013)
Keystone
Inzwischen hat die Hitzewelle Sydney erreicht: Tausende baden am berühmten Bondi Beach. (4. Januar 2013)
Inzwischen hat die Hitzewelle Sydney erreicht: Tausende baden am berühmten Bondi Beach. (4. Januar 2013)
AFP
Auf Tasmanien wurden mehr als hundert Häuser zerstört: Die Ruinen einer Primarschule in Dunalley. (5. Januar 2013)
Auf Tasmanien wurden mehr als hundert Häuser zerstört: Die Ruinen einer Primarschule in Dunalley. (5. Januar 2013)
Reuters
Tote gab es bisher keine: Premierministerin Julia Gillard besucht die zerstörte Primarschule in Dunalley. (7. Januar 2013)
Tote gab es bisher keine: Premierministerin Julia Gillard besucht die zerstörte Primarschule in Dunalley. (7. Januar 2013)
Keystone
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In Australiens bevölkerungsreichstem Bundesstaat New South Wales sind am Dienstag mehrere verheerende Buschbrände ausser Kontrolle geraten. Höchsttemperaturen von bis zu 45 Grad Celsius und starke Winde fachten die Brände an. Die Behörden stellten sich auf einen der gefährlichsten Tage in der Geschichte des Bundesstaats ein.

Der zuständige Chef der ländlichen Feuerwehr, Shane Fitzsimmons, sagte Reportern in Sydney: «Die Bedingungen könnten nicht schlimmer sein. Wir befinden uns auf Katastrophenniveau». Allein in dem südlichen Bundesstaat gab es demnach mehr als 130 Brände, von denen 40 noch immer nicht eingedämmt waren.

Erinnerungen an den Schwarzen Samstag

Erinnerungen an das Jahr 2009 wurden wach. Damals waren am sogenannten Schwarzen Samstag bei Buschbränden im Bundesstaat Victoria 173 Menschen ums Leben gekommen. Auf der danach eingeführten Skala bedeutet «Katastrophenniveau» unkontrollierbare, unvorhersehbare und sich schnell verbreitende Buschbrände mit Räumungen als einzig sicherer Option.

Besondere Sorge galt den beliebten Urlaubsgebieten um Shoalhaven, Illawarra und Southern Ranges südlich von Sydney. Die Bürgermeisterin von Shoalhaven, Joanna Gash, sprach im Sender Sky News von einem «Pulverfass». Bei einem «Katastrophenfeuer» könne man die Leute nur noch in Sicherheit bringen, an eine wirkliche Brandbekämpfung sei nicht mehr zu denken.

Nationalparks geschlossen

In ganz New South Wales war es strikt verboten, ein Feuer in seinem Garten oder anderswo zu machen, sämtliche Nationalparks wurden geschlossen. Auf der südlich von Australien gelegenen Insel Tasmanien wurden am Wochenende dutzende Häuser durch die Flammen zerstört, knapp 3000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Premierministerin Julia Gillard sagte den Opfern der Buschbrände staatliche Unterstützung zu. Die Regierung warnte auch vor den gesundheitlichen Gefahren durch die starke Hitze im Land.

Weite Teile Australiens leiden derzeit unter einer Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad. Im trockenen Klima Australiens gibt es immer wieder Waldbrände.

(AFP)

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