Cameron geht – Kater Larry bleibt

In 10 Downing Street steht schon der Möbelwagen, denn Premierminister Cameron zieht aus. Sein vierbeiniger Mitbewohner bleibt zurück.

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Es soll einen fliegenden Wechsel geben, verspricht Noch-Premier David Cameron. Am Mittwoch trete er zurück, noch am Abend solle seine Nachfolgerin Theresa May in 10 Downing Street einziehen. Aber geht das wirklich so schnell?

Sollte Cameron nach der gleichen Prozedur wie seine Vorgänger vorgehen, verlässt er Nr. 10 gemeinsam mit seiner Familie, noch bevor er am Mittwoch zu Königin Elizabeth II. geht und offiziell seinen Rücktritt einreicht, berichtete die Zeitung «The Guardian». Dann muss auch May bei der Queen antreten. Und wo wohnt Cameron dann? Laut «Guardian» hat er seine frühere Wohnung im schicken Londoner Viertel Notting Hill vermietet. Er werde wohl in seinen alten Wahlkreis nach West Oxfordshire ziehen.

Die Katze bleibt

Fest stehe hingegen bereits: Kater Larry dürfe weiter in Downing Street bleiben, er sei nicht Camerons Tier, sondern Mäusefänger der Angestellten. Das Tier lebt seit 2011 dort und jagt am Dienst- und Wohnsitz des Premierministers in London nach Mäusen und Ratten.

Larry gehört nach neuesten offiziellen Angaben nicht den Camerons, sondern einem Angestellten. Daher kann das braunweisse Tier bleiben, auch wenn Theresa May am Mittwoch Cameron ablöst.

«Chief Mouser to the Cabinet Office»

Larry ist ein Liebling der Briten und Medienstar, zwischenzeitlich geriet er allerdings wegen seiner mageren Beute in die Kritik. Täglich von seinen Bewunderern mit Leckereien überhäuft, verbringe der Kater den Grossteil seiner Zeit damit, «die Qualität der alten Möbel für seine Schläfchen zu testen», sagte ein Regierungssprecher.

Es wäre nicht Grossbritannien, wäre beim Einzug des Katers nicht prompt ein Pseudo-Konto auf Twitter erstellt worden. «Die Nachricht, auf die ihr alle gewartet habt», wird da der Verbleib Larrys in 10 Downing Street kommentiert.

Wegen des allgemeinen Sparkurses erhält Larry anders als frühere Mäusejäger am Regierungssitz kein Gehalt, wird aber umsonst vom Personal verköstigt. Der aus einem Tierheim stammende Kater hat sogar einen offiziellen Titel: «Chief Mouser to the Cabinet Office».

(mch/sda)

Erstellt: 12.07.2016, 18:13 Uhr

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