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Church of England: Sex ist nur für verheiratete, heterosexuelle Paare

In einem offiziellen Statement bekräftigt die Kirche von England ihre Einstellung gegenüber sexuellem Verkehr in homo- und heterosexuellen Partnerschaften.

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Die Ehe als Schlüssel zum Sex: Die Church of England hält an ihren Standards fest. Foto: iStock
Die Ehe als Schlüssel zum Sex: Die Church of England hält an ihren Standards fest. Foto: iStock

Die Church of England, die grösste anglikanische Kirche weltweit, äusserte sich in einem öffentlichen Statement zu einer vom britischen Parlament kürzlich beschlossenen Gesetzesänderung, zivile Partnerschaften auf Paare gleichen Geschlechts auszudehnen. Bisher waren solche nur gleichgeschlechtlichen Paaren vorbehalten. Die Kirchengemeinschaft hält darin an ihrem bisherigen Standpunkt fest, wonach die Ehe der einzig «richtige Kontext für sexuelle Betätigung» sei. Die Heirat definiert sie weiterhin als «die lebenslängliche Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau, die mit dem Ablegen von Gelübden verbunden ist».

Die Kirche wolle diesen Standard weiterhin aufrechterhalten und «den Wert einer verpflichtenden, abstinenten Freundschaft» bekräftigen, heisst es in der Mitteilung des House of Bishops. Sexuelle Verhältnisse ausserhalb der heterosexuellen Heirat würden «Gottes Absichten für die Menschen zuwiderlaufen». Die Church of England erlaubt es den Geistlichen jedoch, eine homosexuelle Partnerschaft zu führen, sofern sie sexuell abstinent leben.

«Zutiefst betrübt»

In England besteht die Möglichkeit einer eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare seit 2005. Im Jahr 2013 wurden gleichgeschlechtliche Ehen möglich. Die Zulassung für verschiedengeschlechtliche Partnerschaften erfolgte im Dezember letzten Jahres.

Jayne Ozanne, LGBT-Aktivistin und Mitglied der Church of England, zeigt sich gegenüber dem «Guardian» enttäuscht über die Aussagen der Kirche: «Der Inhalt dieses Statements überrascht mich leider nicht, aber ich bin zutiefst betrübt über dessen Ton.» Sie freue sich auf den Tag, an dem die Church of England ihr Haus in Ordnung bringe, alle gebührend willkommen heisse und «verwirrende pastorale Statements wie dieses» überflüssig mache.

Auch Linda Woodhead, Professorin am Departement für Politik, Philosophie und Religion an der Universität in Lancaster, äussert Kritik: «Die Church of England ist unfähig, ihre Fixierung auf Homosexualität zu überwinden, die die nationale Kirche in eine Position treibt, die eher einer fundamentalistischen Sekte gleicht und nicht zu der grossen Mehrheit der jüngeren Menschen von heute spricht.»

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