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Knie-Clown droht Landesverweis wegen Missbrauchsvorwürfen

Wegen Pädophilie muss sich David Larible im August vor Gericht verantworten. Die Details aus der Anklageschrift.

Einst ein beliebter Clown: David Larible während einer Knie-Generalprobe in Rapperswil SG. (März 2016)
Einst ein beliebter Clown: David Larible während einer Knie-Generalprobe in Rapperswil SG. (März 2016)
Walter Bieri, Keystone
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Er soll eine Minderjährige mit aufs Hotelzimmer genommen und ihr drei Zungenküsse gegeben haben. Die Vorwürfe gegen David Larible haben ihn seine Karriere gekostet. Etliche Male hat der 59-Jährige seine Unschuld beteuert. Am 15. August dieses Jahres muss er sich wegen sexueller Handlungen mit einem Kind und sexueller Belästigung vor Gericht verantworten.

Die Staatsanwältin fordert als Strafmass eine bedingte Geldstrafe von 19'200 Franken, eine Busse von 600 Franken sowie eine fünfjährige Landesverweisung, wie der «Blick» berichtet.

Was genau an jenem Tag im Hotel passiert sein soll, hält die Staatsanwältin in ihrer Anklageschrift fest. Offenbar habe Larible das Mädchen gefragt, ob es schon einmal geküsst worden sei und einen Orgasmus gehabt habe. Er würde ihr alles beibringen können, heisst es im Bericht weiter. Danach sei es zu den Küssen und auch zu Streicheleinheiten gekommen.

Larible gesteht Fehlverhalten ein

Er hätte das Mädchen nicht auf ein Hotelzimmer mitnehmen dürfen, sagte Larible im Dezember im «TalkTäglich» bei TeleZüri. Es habe unbedingt mitkommen wollen, um sich ein Autogramm geben zu lassen. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass ihn sein Verhalten vor derart grosse Probleme stellen würde.

Im November 2016 wurde der Clown nach einer Vorstellung des Circus Knie in Lugano TI verhaftet und nach Zürich überwiesen. Nach zwei Tagen in Untersuchungshaft wurde er wieder freigelassen. Sein Verteidiger, der Zürcher Anwalt Valentin Landmann, beteuert die Unschuld seines Mandanten. «Herr Larible hat seinen Fan bei der Begrüssung und Verabschiedung umarmt und ihr lediglich einen Kuss auf die Stirn oder die Wange gegeben», sagte Landmann zum «Blick».

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