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Dach stürzt bei Atomruine in Tschernobyl ein

Der Unfall ereignete sich nur 70 Meter vom Tschernobyl-Sarkophag entfernt: Das Dach einer Halle stürzte ein. Greenpeace ist beunruhigt: «Es gibt keine Garantie, dass nicht auch der Sarkophag einzustürzen beginnt.»

Hielt dem Schnee nicht stand: Maschinenhalle unweit der AKW-Ruine in Tschernobyl.
Hielt dem Schnee nicht stand: Maschinenhalle unweit der AKW-Ruine in Tschernobyl.
Ria Novosti

Schneemassen haben an der Ruine des 1986 havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine das Dach sowie eine Mauer einer Maschinenhalle teilweise zum Einsturz gebracht.

Es habe keine Verletzten gegeben, auch sei kein Anstieg von Radioaktivität gemessen worden. Nach Angaben der Pressestelle des Kraftwerks ereignete sich der Unfall mehr als 50 Meter von der Schutzhülle entfernt, die den Reaktor umgibt, der bei der Atomkatastrophe von 1986 schwer beschädigt wurde. Auch das jetzt eingestürzte Dach wurde nach der Katastrophe errichtet. Von dem Unfall waren ungefähr 600 Quadratmeter betroffen, wie die Stelle des Atomkraftwerks mitteilte.

«Es gibt keine Garantie»

Fast 80 Arbeiter der französischen Baufirmen Vinci und Bouygues wurden in Sicherheit gebracht, wie die Firmen mitteilten. Dabei handele es sich um eine «Vorsichtsmassnahme». Die Angestellten waren demnach mit Arbeiten an der Schutzhülle beschäftigt. Wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden sollten, war zunächst unklar.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sprach aber von einem beunruhigenden Signal. «Es gibt keine Garantie, dass in naher Zukunft nicht auch der Sarkophag einzustürzen beginnt», sagte ein Sprecher in der Hauptstadt Kiew.

Neuer Schutzmantel ab 2015

Der Tschernobyl-Block vier war am 26. April 1986 explodiert. 2012 wurde mit dem Bau eines 1,54 Milliarden Euro teuren neuen Schutzmantels begonnen, der den rissigen alten Sarkophag ab 2015 ersetzen soll.

(sda/AFP)

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