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Das Connyland kämpft für seine Delfine

Falls sich der Nationalrat endgültig für ein Delfinverbot ausspricht, möchte das Connyland das Referendum ergreifen. Der Freizeitpark ist nicht die einzige Institution, die Widerstand leistet.

In wenigen Jahren starben mehrere Delfine: Vorführung im Delfinarium des Connyland in Lipperswil TG. (15. August 2000).
In wenigen Jahren starben mehrere Delfine: Vorführung im Delfinarium des Connyland in Lipperswil TG. (15. August 2000).
Gaccioli Kreuzlingen, Keystone
Connyland mit Delfinarium: Eingang des Freizeitparks im thurgauischen Lipperswil.
Connyland mit Delfinarium: Eingang des Freizeitparks im thurgauischen Lipperswil.
Reuters
Nachwuchs im Jahr 2003: Ein Delfinbaby mit seiner Mutter im Becken des Freizeitparks im Thurgau.
Nachwuchs im Jahr 2003: Ein Delfinbaby mit seiner Mutter im Becken des Freizeitparks im Thurgau.
Keystone
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Mit grosser Enttäuschung hat der Freizeitpark Connyland mit dem einzigen Delfinarium der Schweiz im Thurgau vom Entscheid der Nationalratskommission Kenntnis genommen, wonach keine Delfine und Wale mehr importiert werden dürfen. Das Connyland kämpft dagegen.

Sollte der Nationalrat den Entscheid der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) stützen, werde das Connyland das Referendum gegen die Revision des Tierschutzgesetzes ergreifen, heisst es im Communiqué vom Freitag.

Auch Zoos künden Widerstand an

Der Freizeitpark Connyland in Lipperswil sei mit seinem Widerstand gegen die geplante Revision des Tierschutzgesetzes nicht allein. Auch seitens der grossen Schweizer Zoos und ihres Verbandes Zooschweiz werde Widerstand laut, teilt das Connyland mit.

Die WBK sagte am Donnerstag wie der Ständerat Ja zum Importverbot. Der Nationalrat hatte sich ursprünglich dafür ausgesprochen, die Haltung von Delfinen gänzlich zu verbieten. Damit hätte das Connyland seine drei verbleibenden Delfine nicht behalten dürfen.

Delfine verendet

Im November vergangenen Jahres waren innerhalb weniger Tage zwei Tümmler verendet. Die Thurgauer Staatsanwaltschaft kam nach einer Untersuchung der Kadaver zum Schluss, dass die beiden Delfine an einer Gehirnschädigung als Folge von Antibiotika verendet seien.

Dagegen wehrt sich das Connyland. Geschäftsführer Erich Brandenberger ist überzeugt, die Tiere seien vergiftet worden. Anlass dazu gibt Brandenberger auch ein Bericht des Instituts für Rechtsmedizin in St. Gallen, in dem es heisst, im Urin der beiden Delfine sei das Opium-Derivat Buprenorphin festgestellt worden.

Die Connyland-Geschäftsleitung versteht nicht, dass die Staatsanwaltschaft diesem Befund nicht nachgehe, wie es im Communiqué heisst. Sie wehrt sich auch gegen Vorwürfe, die in regelmässigen Abständen vom Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) erhoben würden, wonach es den Tieren im Connyland nicht gut gehe.

SDA/mrs

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