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Spitzenlohn für Hollandes Coiffeur

Die Haare des französischen Präsidenten müssen perfekt liegen. Zahlen fürs Waschen, Schneiden, Föhnen müssen die Bürger.

Wohl gekämmt und frisiert: François Hollande gönnt sich auch etwas Luxus. (Mai 2016)
Wohl gekämmt und frisiert: François Hollande gönnt sich auch etwas Luxus. (Mai 2016)
Dominique Faget, AFP

Er wollte zu Beginn seiner Amtszeit bürgernah sein und Bodenhaftung zeigen. Aber nicht alle Vorsätze scheint François Hollande in die Tat umzusetzen. Die satirische Wochenzeitung «Le Canard enchaîné» berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass der höchste Politiker des Landes einen eigenen Coiffeur beschäftige – auf Kosten des Steuerzahlers.

Dem Artikel zufolge heisst der Coiffeur Oliver B. und verdient stattliche 9895 Euro im Monat (cirka 10'808 Franken) – ein Gehalt, für das die meisten europäischen Meisterinnen und Meister dieser Zunft neidisch nach Paris blicken. Mitte Mai 2012 habe Monsieur B. einen Fünfjahresvertrag als «persönlicher Coiffeur des Staatsoberhauptes» unterschrieben, schreibt das Blatt weiter. Bezahlt wird der «Barbier des Elysée-Palast» von Steuergeldern. Die damalige Stabschefin habe vor vier Jahren höchstpersönlich den Arbeitsvertrag unterschrieben, heisst es im Artikel weiter.

Stillschweigen vereinbart

Ob das im Volk gut ankommt, ist zu bezweifeln, zumal Hollande nicht gerade für seine füllige Haarpracht bekannt ist. Irgendwie muss der Palast geahnt haben, dass die Sache ans Licht kommt. Denn der Arbeitgeber hat den Coiffeur verpflichtet, Stillschweigen über seinen Job und die Einzelheiten des Vertrages zu wahren.

Die Zeitung hat den Palast mit diesem Anstellungsverhältnis konfrontiert. Die Regierungsstelle hat die Angaben bestätigt. In einem Communiqué heisst es, es gebe stichhaltige Gründe für das hohe Salär. Der Coiffeur müsse jeden Tag sehr früh aufstehen und François Hollande täglich frisieren, manchmal sogar mehrmals.

Morgenstund hat Gold im Mund – zumindest für Coiffeur Oliver B.

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