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Das ist zu tun, wenn ein Geisterfahrer kommt

Wie muss sich ein Autofahrer verhalten, wenn er auf die falsche Fahrbahn gerät? Die Polizei gibt Antworten.

red
Verhaltensregeln sind wichtig: Geisterfahrer können für aussergewöhnliche Gefahr sorgen. (Screenshot Leservideo 20 Minuten)
Verhaltensregeln sind wichtig: Geisterfahrer können für aussergewöhnliche Gefahr sorgen. (Screenshot Leservideo 20 Minuten)

Seit Anfang Jahr hat Viasuisse 15-mal vor Geisterfahrern gewarnt, schreibt 20 Minuten. Besonders tragisch endete eine Falschfahrt am vergangenen Samstagvormittag beim bernischen Rubigen. Ein 82-Jähriger geriet auf der A6 auf die falsche Fahrbahn, verursachte drei Unfälle und starb.

Doch wie verhält man sich, wenn man auf die falsche Fahrbahn gerät? Ein Verkehrspsychologe sagt: «Sofort anhalten und mit den Warnblinkern und den Scheinwerfern auf sich aufmerksam machen. Sobald es geht, versuchen, zu wenden.»

Die Kantonspolizei Zürich widerspricht ihm aber auf Twitter. Auf Anfrage erklärt Carmen Surber, Mediensprecherin der Kantonspolizei Zürich, die Anweisungen: Erst sollte das Tempo reduziert werden, dann sollte man das Fahrzeug auf den Pannenstreifen lenken und es erst dann anhalten.

Wenn möglich im Anschluss daran das Fahrzeug verlassen und die nächste Notrufsäule aufsuchen. «Damit weiss die zuständige Einsatzzentrale direkt, wo sich die Person befindet», erklärt Surber. «Wenn die Person sich jedoch nicht in der Lage fühlt, das Fahrzeug zu verlassen oder es ihr gefährlich erscheint, kann natürlich auch das Mobiltelefon genutzt werden.» Es sei einfach wichtig, dass eine ungefähre Ortsangabe gemacht werden könne.

Wie geht die Polizei in einem solchen Fall vor?

Und was ist zu unternehmen, wenn man selbst durch einen Geisterfahrer in Gefahr gerät? Aufmerksam bleiben, Tempo verlangsamen und wenn ein Blaulicht zu hören ist: Platz machen.

Ist ein Falschfahrer auf der Autobahn unterwegs, schickt die Polizei Patrouillen los. «Das oberste Ziel ist es, Kollisionen zu vermeiden, also wird der Verkehr verlangsamt, auch indem ein künstlicher Stau verursacht wird», erklärt Surber. Man stehe jederzeit in engem Kontakt mit der Verkehrsleitzentrale. Diese könne auch Massnahmen wie Sperrung von Autobahneinfahrten oder Tunnels in die Wege leiten.

Um den Falschfahrer anzuhalten, könne ein zweites Einsatzfahrzeug auf der entgegengesetzten Fahrbahn, also in korrekter Richtung, zu dem Falschfahrer aufschliessen. Dann versuche man, ihn mit Blaulichtsignal auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen.

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