Das kostet die Briten das neue Heim von Harry und Meghan

Sechs Monate lang haben die Renovationsarbeiten von Frogmore Cottage gedauert. Nun werden die Steuerzahler zur Kasse gebeten.

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Herzogin Meghan, ihr Gemahl Prinz Harry und Söhnchen Archie sind in ihrem neuen Zuhause glücklich, ganz nach dem britischen Lebensmotto «My home is my castle». Das denkmalgeschützte Haus aus dem 19. Jahrhundert musste allerdings renoviert werden, damit es der jungen Familie auch gefiel. Der Umbau war demnach auch nicht billig. Den britischen Steuerzahler kostet die Renovation 2,4 Millionen Pfund, also circa 3 Millionen Franken. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Jahresabschluss des britischen Königshauses hervor.

Dass allerdings renoviert werden musste, steht ausser Frage. Wie der königliche Buchhalter Michael Stevens erklärte, sei an der Immobilie jahrelang nichts gemacht worden. Die überholte Ausstattung des Cottage sei ersetzt worden, um «die langfristige Zukunft der Immobilie zu garantieren». Das zwischenzeitlich in fünf einzelne Wohnungen aufgeteilte Landhaus aus dem Jahr 1801 war während der sechsmonatigen Renovierung in ein Wohnhaus für die Familie des Enkels von Königin Elizabeth II. umgewandelt worden. Seit dem 6. Mai wohnen Harry, Meghan und Archie Mountbatten-Windsor im neuen Heim auf dem Gelände von Windsor Castle westlich von London.

Das Volk wurde aber nicht für alles zur Kasse gebeten. Wie Stevens in der «Daily Mail» erklärte, seien so gut wie alle Möbel von der Herzogin und dem Herzog von Sussex privat bezahlt worden. Küche und Bad dagegen seien – will man vielen britischen Medien glauben – vom Steuerzahler beglichen worden. Auch bei den Zimmerdecken und Fussböden habe sich die Bevölkerung beteiligt.

Die Royals sind nicht billig

Aus dem Jahresabschluss des Finanzjahres 2018/2019 geht weiter hervor, dass das Königshaus in diesem Zeitraum insgesamt 67 Millionen Pfund (circa 83,3 Millionen Franken) ausgegeben hat. 23,2 Millionen Pfund (28,8 Millionen Franken) davon waren Lohnentgelte für 463 Vollzeitangestellte. 2,3 Millionen Pfund (2,9 Millionen Franken) wurden für offizielle Bewirtung und Haushaltsführung veranschlagt, davon 1,7 Millionen Pfund (2,1 Millionen Franken) für die Versorgung von rund 160'000 Gästen. Die Rechnung für Wein und Spirituosen betrug stattliche 400'000 Pfund (497'000 Franken).

Die königliche Familie nahm während des im April endenden Finanzjahres an 3200 offiziellen Terminen in Grossbritannien und der Welt teil. Der Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump wird indessen erst im nächsten Jahresabschluss auftauchen.

(fal/afp)

Erstellt: 25.06.2019, 10:26 Uhr

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