Das Unheil über der Axenstrasse

Zwei Steinblöcke von 200 und 300 Kubikmetern Volumen drohen auf die Nord-Süd-Route zu stürzen. Die Beseitigung kann noch lange dauern.

Ein 12 Tonnen schwerer Felsblock war über die Axenstrasse gestürzt und unterhalb der Strasse zu liegen gekommen. Foto: KEYSTONE/ASTRA

Ein 12 Tonnen schwerer Felsblock war über die Axenstrasse gestürzt und unterhalb der Strasse zu liegen gekommen. Foto: KEYSTONE/ASTRA

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Im Steinschlaggebiet am Axen sind Vorbereitungsarbeiten für die Felsräumung durchgeführt worden. Wie lange die Axenstrasse gesperrt bleibt, wird wesentlich vom Wetter abhängen.

Seit dem 28. Juli liegen nach einem Steinschlag rund 500 Höhenmeter oberhalb der Axenstrasse tausend Tonnen loses und absturzgefährdetes Gestein. Darunter sind zwei 200 und 300 Kubikmeter grosse Blöcke. Die Axenstrasse, die Brunnen mit Flüelen verbindet und Teil des Nationalstrassennetzes ist, ist seither gesperrt.

Sprenglöcher vom Helikopter aus bohren

Das Bundesamt für Strassen möchte die beiden Blöcke, die in einer Rinne liegen, in kleine Stücke sprengen. Weil die Rinne aus Sicherheitsgründen aber nicht betreten werden darf, müssen die Bohrungen für die Sprengladungen vom Helikopter aus am hängenden Seil vorgenommen werden.

Zwei Aufsichtsposten würden das Gebiet beobachten, teilte das Bundesamt für Strassen am Montag mit. Damit sei sichergestellt, dass bei weiteren Steinschlägen die Arbeiter rechtzeitig vom Helikopter aus der Gefahrenzone gebracht werden könnten.

Bis Mitte September gesperrt?

Bevor mit diesen Arbeiten begonnen werden kann, musste jedoch die Baustelle eingerichtet werden. So braucht es einen Installationsplatz für die Bohr- und Sprengwerkzeuge und ein Schutznetz. Diese Arbeiten seien am Montag durchgeführt worden, erklärte Tanja Crnogorac von der Astra-Medienstelle auf Anfrage.

Das Astra geht weiterhin davon aus, dass die Axenstrasse bis Mitte September gesperrt sein wird. Die Arbeiten an den beiden Felsblöcken seien sehr aufwendig. Ausschlaggebend für das Tempo würden die Wetterbedingungen sein.

Liege Wasser in der Rinne, könne wegen der Gefahr eines weiteren Murgangs nicht gearbeitet werden. Bei den Arbeiten mit dem Helikopter müsse auch auf die Windverhältnisse geachtet werden. (sda)

Erstellt: 05.08.2019, 15:47 Uhr

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