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«Der Absturz dauerte etwa vier Minuten»

Im aargauischen Fisibach stürzte ein Gasballon aus über 2000 Meter Höhe in die Tiefe. Dabei kam ein Passagier ums Leben. Der Pilot hat überlebt. Mit dem «Sonntagsblick» sprach er über den tragischen Vorfall.

Am Unfallort: Der Gasballon ist gleich neben einem Bauernhof im aargauischen Fisibach abgestürzt. (25. Juni 2011)
Am Unfallort: Der Gasballon ist gleich neben einem Bauernhof im aargauischen Fisibach abgestürzt. (25. Juni 2011)
Markus Heinzer, newspictures
Ein Insasse ist noch am Unfallort seinen Verletzungen erlegen, zwei weitere Insassen wurden schwer verletzt.
Ein Insasse ist noch am Unfallort seinen Verletzungen erlegen, zwei weitere Insassen wurden schwer verletzt.
Markus Heinzer, newspictures
Mehrere Rettungskräfte der Polizei sind vor Ort.
Mehrere Rettungskräfte der Polizei sind vor Ort.
Markus Heinzer, newspictures
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«Wir sind um 4.42 Uhr in Bad Zurzach gestartet», erzählte der Pilot, der den Ballonabsturz mit viel Glück überlebt hat, dem «Sonntagsblick». Für Robert S. (Name von der Redaktion geändert) war der gestrige Flug über die Schweizer Alpen in Richtung Italien nichts Besonderes. Ein Flug, wie er sie in seiner 32-jährigen Laufbahn als Ballonpilot schon so oft begleitet hat.

Doch auf über 2000 Meter kam es zum Zwischenfall, der zum Absturz führte. «Plötzlich explodierte der Ballon. Es zerriss ihn richtig», erzählt Robert S. im Interview mit dem «Sonntagsblick». Nachdem er dem Tower gefunkt habe, hätte er begonnen Ballast – sechs 15-Kilo-Sandsäcke – abzuwerfen, um den Absturz zu verlangsamen. «Gleichzeitig musste ich meine beiden Kollegen beruhigen, um zu verhindern, dass einer aus dem Korb springt», sagte er.

Wie lange der Absturz dauerte, weiss Robert S. nicht mehr. «Ich schätze drei bis vier Minuten. Aber es fühlte sich an wie eine Ewigkeit.» Er habe nichts mehr tun können. Einen zerrissenen Ballon könne man nicht steuern. Als der Ballon am Boden aufgeprallt sei, hab er einen heftigen Schlag in den Beinen gespürt.

Robert S. darf bald nach Hause

Laut «Sonntagsblick» war der Ballon in einem Gebüsch in der Nähe eines Bauernhofs und eines Baches gelandet. Nach der Landung habe er kurz aufgeatmet, weil sie alle drei am Leben gewesen seien. «Thomas hatte zwar über Rückenschmerzen geklagt, war aber bei Bewusstsein. Woran er starb, weiss ich nicht», sagte der 68-Jährige. Der dritte Insasse hat den Unfall mit leichten Verletzungen überlebt. Robert S. muss zur Beobachtung übers Wochenende im Spital bleiben. Dann darf er nach Hause. Ob er jemals wieder in einen Ballonkorb steigt, weiss er nicht.

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