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Der Amokläufer war vorbestraft

Der Amokläufer von Cumbria war laut einem Medienbericht als Dieb verurteilt worden. Die Polizei hätte ihm die Lizenz für seine Waffen entziehen können.

2. Juni: Die Polizei stiess an verschiedenen Strassenecken auf Opfer des Amokläufers.
2. Juni: Die Polizei stiess an verschiedenen Strassenecken auf Opfer des Amokläufers.
Reuters
Die Polizei rückte mit einem massiven Angebot aus.
Die Polizei rückte mit einem massiven Angebot aus.
Reuters
Die Fundstelle eines weiteren Opfers.
Die Fundstelle eines weiteren Opfers.
Reuters
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Wie die britische Zeitung «Times» auf ihrer Webseite berichtet, war der Taxifahrer Derrick Bird, 52, im Jahr 1990 wegen Diebstahls verurteilt worden – zu einer Haftstrafe von 12 Monaten auf Bewährung. Er stahl Baumaterialien von der Nuklearanlage in Sellafield gestohlen, wo er als Bautischler arbeitete, bis er wegen des Vergehens entlassen wurde.

Gleichwohl bekam Bird 1995 von der Polizei in Cumbria eine Lizenz für den Besitz eines Schrotgewehrs, die alle fünf Jahre erneuert werden musste. Um seine Eignung zum Besitz von Waffen zu überprüfen, besuchten Polizeibeamte Bird letztmals im Jahr 2007. Offenbar war die Verlängerung der Lizenz kein Problem.

«Zieltraining zur Entspannung»

Bird wurde sogar der Besitz einer weiteren Waffe genehmigt, nämlich eines 22-Kaliber-Gewehrs. Als Begründung für die Notwendigkeit nannte er das «Schiessen von Ungeziefer und Zieltraining zur Entspannung». Das Gewehr verwendete zusammen mit der Schrotflinte bei seinem Amoklauf, bei dem 12 Menschen starben und 11 weitere verwundet wurden.

Die Polizei wollte laut der «Times» keine Auskunft zu den Entscheidungen erteilen, Bird die Waffen zu genehmigen. Chefdetektiv Iain Goulding, der die Untersuchungen zum Amoklauf leitet, erklärte dazu lediglich, Bird hätte mehrerr Feuerwaffen rechtmässig in sinem Besitz gehabt. Zudem gebe es bislang keine Anzeichen auf Probleme mit der geistigen Gesundheit.

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