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Der Antisemit, der zum Juden wurde

Csanad Szegedi war ein Anführer der ungarischen Rechtspartei Jobbik. Bis er entdeckte, dass seine Grossmutter in Auschwitz war.

«Mitglied sein oder frei sein?»: Csanad Szegedi bei einer Anti-EU-Demonstration der Jobbik-Partei (14. Januar 2012).
«Mitglied sein oder frei sein?»: Csanad Szegedi bei einer Anti-EU-Demonstration der Jobbik-Partei (14. Januar 2012).
Ferenc Isza, AFP

«So sieht kein Jude aus.» Das sagte Csanad Szegedi vor drei Jahren, als er sein Spiegelbild betrachtete. Er hatte gerade erfahren, dass seine Grossmutter eine Überlebende des Holocaust war.

Im Spiegel sah er einen 32-jährigen Politiker der rechtsnationalistischen Jobbik-Partei. Ein Gründungsmitglied der paramilitärischen Magyar Gárda – der neofaschistischen ungarischen Garde, die in Uniformen durch Roma-Siedlungen marschiert.

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