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Der berühmteste Kriminaltourist Basels ist wieder frei

Michel J., der durch die Auseinandersetzung zwischen Gericht und Staatsanwaltschaft unfreiwillig zum berühmtesten Kriminaltouristen der Region wurde, sitzt nicht mehr im Gefängnis Bostadel.

Liestal. Michel J. ist der wohl bekannteste Kriminaltourist der Region. Der bald 23-jährige Franzose wurde im Mai vergangenen Jahres nach einer Einbruchstour zusammen mit einer minderjährigen Komplizin verhaftet. Zusammen waren sie in Basel und Muttenz in Wohnungen eingebrochen. Für Schlagzeilen sorgte dann vor allem der Prozess im August 2012, als der Strafgerichtspräsident die Verhandlung für eine Lektion in Sachen konsequente Ermittlungen nutzte. Er zog während der Verhandlung Akten bei, die zuvor kaum Beachtung fanden, und liess zusätzlich Fragen abklären, welche die Staatsanwaltschaft versäumt hatte.

So zeigte sich am Ende ein anderes Bild: Statt einem Gelegenheitskriminellen stand plötzlich ein notorischer und unbelehrbarer Kriminaltourist vor Gericht. «Es ist an der Zeit, dass der Beschuldigte endlich einmal eine Strafe erhält, die er spürt», schloss der Richter bei der Urteilsverkündung. Statt zu zehn Monaten, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, wurde J. zu zwei Jahren Haft verurteilt.

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