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Der Deutsche im Drogenkartell von Medellín

Vor 25 Jahren verhaftete die Polizei Carlos Lehder – einen der mächtigsten Drogenbosse aller Zeiten. Heute sitzt er in den USA im Gefängnis. Seine Tochter fordert, ihn endlich wieder einmal besuchen zu dürfen.

Endstation US-Justiz: Carlos Lehder am Tag nach seiner Verhaftung in Kolumbien. (5. Februar 1987)
Endstation US-Justiz: Carlos Lehder am Tag nach seiner Verhaftung in Kolumbien. (5. Februar 1987)
Wikipedia
«Ich wäre die glücklichste Frau der Welt, wenn ich meinen Vater umarmen könnte»: Mónica Lehder.
«Ich wäre die glücklichste Frau der Welt, wenn ich meinen Vater umarmen könnte»: Mónica Lehder.
zVg
Nicht mehr gut im Schuss: Von Kugeln durchsiebter Wagen aus dem Fuhrpark Escobars in Puerto Triunfo. (10. Dezember 2002)
Nicht mehr gut im Schuss: Von Kugeln durchsiebter Wagen aus dem Fuhrpark Escobars in Puerto Triunfo. (10. Dezember 2002)
Albeiro Lopera, Reuters
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Es ist der 4. Februar 1987, 5 Uhr morgens in Guarne, einem Städtchen im Westen Kolumbiens. Eine Sondereinheit kolumbianischer Elitepolizisten und mehrere Agenten der amerikanischen Drogenpolizei DEA (Drug Enforcement Administration) umstellen ein Landgut. Der Leiter der Operation spricht durch ein Megafon: «Ihr seid umzingelt. Ergebt euch.» Keiner der Killer, die das luxuriöse Anwesen bewachen, greift zu seiner Waffe. Nach einigen Minuten kommt ein Mann mit nacktem Oberkörper heraus, verschlafen, verkatert, verwirrt. Er schreit: «Nicht schiessen! Ich bin Carlos Lehder. Ich bin deutscher Staatsbürger.»

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