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Der Geprellte

Der nach Graubünden eingewanderte Braunbär M13 hat den Zusammenstoss mit einer Lokomotive im Unterengadin offenbar gut überstanden. Der Abschuss des Tieres ist kein Thema – noch.

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M13 wurde in der Nacht auf den 12. April mit einem Sender versehen.
M13 wurde in der Nacht auf den 12. April mit einem Sender versehen.
Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
«Plötzlich tauchte der Bär auf»: Ein Ehepaar kam dem Jungtier in Chaposch ganz nah...
«Plötzlich tauchte der Bär auf»: Ein Ehepaar kam dem Jungtier in Chaposch ganz nah...
Daniel und Martina Stecher, Leserreporter
...und konnte sogar mehrere Bilder schiessen.
...und konnte sogar mehrere Bilder schiessen.
Daniel und Martina Stecher, Leserreporter
Die beiden waren am Ostermontag mit dem Auto im Unterengadin unterwegs, als vor ihnen der Bär auftauchte.
Die beiden waren am Ostermontag mit dem Auto im Unterengadin unterwegs, als vor ihnen der Bär auftauchte.
Daniel und Martina Stecher, Leserreporter
Das Jungtier ist dem Auto im Abstand von etwa zehn Metern gefolgt.
Das Jungtier ist dem Auto im Abstand von etwa zehn Metern gefolgt.
Daniel und Martina Stecher, Leserreporter
«Ich war beeindruckt, wie schnell der Bär plötzlich losrannte», sagte Daniel Stecher nach der Begegnung.
«Ich war beeindruckt, wie schnell der Bär plötzlich losrannte», sagte Daniel Stecher nach der Begegnung.
Daniel und Martina Stecher, Leserreporter
Daniel und Martina Stecher
Daniel und Martina Stecher
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«Mein Gesamteindruck ist, dass das Tier nicht schwerwiegend verletzt ist», sagte der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi, der viele Jahre als Tierarzt arbeitete. Aus den Beobachtungen sei zu schliessen, dass das Tier keine Frakturen oder äussere Verletzungen erlitten habe.

Der Jungbär reagiere normal und habe keine Gleichgewichtsstörungen, sagte Brosi weiter. Das gut zweijährige Tier betäuben, um es medizinisch zu untersuchen, wollen die Jagdbehörden nicht. «Der Bär ist und bleibt ein Wildtier», betonte Brosi.

Sicher sind Prellungen

Sicher ist laut dem Bündner Jagdinspektor, dass sich der Bär bei der Kollision am Montagabend mit einer Lokomotive der Rhätischen Bahn im Unterengadin Prellungen zugezogen hat. Das rund 120 Kilogramm schwere Männchen hielt sich am Mittwoch immer noch im Gebiet des Unfallortes auf und steht unter Dauerbeobachtung der Wildhut.

Noch keine weiteren Angaben gibt es zum bisher unbekannten Bär, der am Montagabend im Gebiet des Ofenpasses zum Münstertal gesichtet wurde. Material für eine genetische Analyse fanden die Wildhüter bislang nicht.

Wildhut an die Grenze

Obschon Braunbär M13 im Engadin wiederholt in der Nähe von Siedlungen auftauchte, ist ein Abschuss des Tieres kein Thema, wie der Bündner Regierungsrat Mario Cavigelli in der Zeitung «Die Südostschweiz» publizierten Interview sagte.

Cavigelli macht jedoch keinen Hehl daraus, dass er den Kanton Graubünden als ungeeigneten Lebensraum für Bären hält: «Es zeigt sich eben, dass wir uns in einem dicht besiedelten Raum befinden, der für Grossraubtiere wenig geeignet ist.»

Auf die Frage, ob man an der Grenze zu Italien die Wildhut verstärken sollte, um Bären von der Schweiz fernzuhalten, antwortete der Regierungsrat: «Das ist eigentlich unser Ziel.» Bären hätten im Nationalpark im Südtirol einen viel geeigneteren Lebensraum «als bei uns».

(SDA)

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