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Der ruhige Atem des Co-Piloten

Wie kann jemand, der so normal wirkt, eine so schreckliche Tat begehen? Die Frage ist falsch gestellt.

Die Tat bleibt unerklärlich: Kerzen zum Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes. Foto: Marius Becker (Keystone)
Die Tat bleibt unerklärlich: Kerzen zum Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes. Foto: Marius Becker (Keystone)

Vom Moment, als der Co-Pilot den Sinkflug des Airbus A320-211 einleitete, bis zum Aufschlag der Maschine dauerte es acht Minuten. Im Cockpit blieb es still. Das ergibt die Analyse des Stimmenrekorders. Das Gerät registrierte nichts ausser dem Atem des Co-Piloten. Ruhig, regelmässig.

Ein häufig gehörter Satz über das Leben von Massenmördern: Es ist normal verlaufen. Viele der jungen Männer aus dem Westen, die sich den islamistischen Terrormilizen anschliessen, hatten eine normale Kindheit. Wenige Nachbarn von Familien, deren Leben in Mord und Selbstmord endete, haben Abnormales bemerkt. Die meisten Amokläufer an amerikanischen Schulen waren normal zur Schule gegangen. Laut den letzten Ermittlungen litt der 27-Jährige Co-Pilot an einer Krankheit, die er seinem Arbeitgeber verschwiegen hatte. Aber auch er scheint ein normales Leben geführt zu haben, unspektakulär wie ein Linienflug.

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