Der Schneider von Obama, Bush und Co. ist tot

Georges de Paris kam 1960 als bettelarmer Schneider aus Frankreich in die USA. Dort gelangte er zu Ruhm, weil der die Anzüge der Präsidenten schneiderte. Nun ist er gestorben.

Hatte sein Geschäft in der Nähe des Weissen Hauses: Schneider Georges de Paris (rechts) und US-Präsident Barack Obama. (Archivbild)

Hatte sein Geschäft in der Nähe des Weissen Hauses: Schneider Georges de Paris (rechts) und US-Präsident Barack Obama. (Archivbild) Bild: AFP

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Der langjährige Schneider der US-Präsidenten ist tot: Im Alter von 81 Jahren starb der gebürtige Franzose Georges de Paris am Sonntag bei Washington, wie ein enger Freund der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Der im südfranzösischen Marseille geborene Schneider, der 1960 im Alter von 27 Jahren in die USA gekommen war, arbeitete demnach noch zwei Monate vor seinem Tod in seinem Geschäft in der Nähe des Weissen Hauses. Der anfangs in den USA in erbärmlichen Verhältnissen lebende Georges de Paris war erst später als Schneider der US-Präsidenten berühmt geworden.

Auf Parkbank übernachtet

Mit einem Schneider-Diplom in der Tasche war Georges de Paris in den USA nach einer gescheiterten Beziehung zunächst de facto in der Gosse gelandet. Ohne einen Cent musste er betteln und auf einem Parkplatz im Zentrum von Washington schlafen, wie er einst erzählte. Durch Glück fand er einen Job, kaufte sich eine eigene Nähmaschine und machte sich selbstständig.

Ein Abgeordneter, für den er einen Anzug schneiderte, gab dann seine Adresse an den damaligen Vize-Präsidenten Lyndon Johnson weiter, der später selbst Präsident wurde. George Bush, Ronald Reagan, Bill Clinton und George W. Bush zählten ebenfalls zu seinen Kunden. Zuletzt fertigte er auch massgeschneiderte Anzüge für Barack Obama. Georges de Paris litt nach Angaben eines Freundes seit zwei Jahren an einem Hirntumor. (chk/sda)

Erstellt: 14.09.2015, 04:20 Uhr

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