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«Der Wolf könnte in einem anderen Gebiet geschossen worden sein»

In Tamins wurde ein Wolf illegal erlegt. Der Bündner Wildbiologe Hannes Jenny sagt, warum die Tätersuche schwierig ist und weshalb das verletzte Tier noch mehrere Kilometer zurückgelegt haben könnte.

Rückkehr einer einheimischen Tierart: Neben dem Wolfsrudel im bündnerischen Calandamassiv ist auch im Wallis ein Wolfspaar unterwegs.
Rückkehr einer einheimischen Tierart: Neben dem Wolfsrudel im bündnerischen Calandamassiv ist auch im Wallis ein Wolfspaar unterwegs.
Kanton Wallis
Dieses Tier bei Bellwald im Bezirk Goms VS haben die Behörden 2013 als Wolf identifiziert.
Dieses Tier bei Bellwald im Bezirk Goms VS haben die Behörden 2013 als Wolf identifiziert.
Marco Schmidt, Keystone
Ein Überblick darüber, wo sich in der Schweiz Wölfe befinden. (F = weiblich / M = männlich)
Ein Überblick darüber, wo sich in der Schweiz Wölfe befinden. (F = weiblich / M = männlich)
Kora
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Herr Jenny, am 3. Januar wurde in der Nähe von Tamins der Kadaver eines Wolfs gefunden. Ein Unfall wird ausgeschlossen. Wieso?

Erste Untersuchungen haben ergeben, dass das Tier mit einer Kugelwaffe angeschossen wurde. Solche Waffen sind auf den Jagden im Bündner Gebiet seit dem 31. Oktober 2013 nicht mehr im Einsatz. Vorher lief am Calanda die Steinwildjagd. Eine Sonderjagd gab es nicht. Wir haben im Hinblick auf die Wolfsanwesenheit extra Hirsche zurückgelassen. Bis Ende November lief danach die Nieder- und seither die Passjagd mit dem Ziel, Marder und Füchse zu erlegen. Dabei werden jedoch Schrott- und keine Kugelwaffen eingesetzt.

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