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Deutsche in Kabul entführt

In der afghanischen Hauptstadt ist eine deutsche Entwicklungshelferin entführt worden. Sie wurde von zwei Männern überwältigt.

Angespannte Lage in Kabul: Die afghanischen Sicherheitskräfte müssen verstärkt wieder gegen die Taliban vorgehen. (7. Juli 2015)
Angespannte Lage in Kabul: Die afghanischen Sicherheitskräfte müssen verstärkt wieder gegen die Taliban vorgehen. (7. Juli 2015)
Rahmat Gul, Keystone

Zwei Bewaffnete haben eine deutsche Frau in der afghanischen Hauptstadt Kabul entführt. Ihr Auto sei am Montag von den Männern gestoppt worden, teilte die Polizei mit. Die Frau soll für die staatliche Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Einsatz sein. Die deutsche Botschaft in Kabul, das Aussenministerium und die GIZ gaben zunächst keine Stellungnahmen ab.

Die Sicherheitslage in Kabul hat sich in den vergangenen Monaten verschlechtert, nachdem die Taliban ihren Krieg gegen die afghanische Regierung verstärkt hatten. Die Aufständischen hatten gedroht, vor allem Ausländer ins Visier zu nehmen. In den vergangenen Monaten hatten sie eine Reihe tödlicher Angriffe auf Büros, Wohn- und Gästehäuser mit Ausländern durchgeführt.

Wegen der sich immer weiter verschlechternden Wirtschaftslage und wenigen Jobs werden Entführungen mit Lösegeldforderungen häufiger. Früher im Jahr war ein ebenfalls für die GIZ arbeitender Deutscher im Norden Afghanistans entführt worden, als er durch ein Gebiet in der Region Kunduz fuhr, das als Hochburg der Aufständischen bekannt ist. Er entkam im Mai nach sechswöchiger Gefangenschaft.

SDA/mlr

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