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Deutscher gesteht sexuellen Missbrauch an Paul

Der Entführer des 12-Jährigen aus Gunzgen SO die Vorwürfe gegen ihn zugegeben. Ob es weitere Opfer gibt, ist unklar.

Gständnis: Der 35-jährige Entführer von Paul S. sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. (Archiv)
Gständnis: Der 35-jährige Entführer von Paul S. sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. (Archiv)

Der 35-jährige Mann, in dessen Düsseldorfer Wohnung der vermisste Knabe Paul im Juni befreit worden war, hat laut den Ermittlungsbehörden den sexuellen Missbrauch gestanden. Dies sagte Oberstaatsanwalt Ralf Herrenbrück heute gegenüber dem Regionalsender Tele M1. Es hätten umfangreiche Vernehmungen stattgefunden. Er habe die Vorwürfe so gestanden, wie sie Gegenstand des Haftbefehls seien.

Gegen den Mann wird wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie wegen Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften ermittelt. Die sichergestellten Computerdaten wurden gemäss Oberstaatsanwalt ausgewertet, im Gegensatz zu den Verläufen der Internet-Chats. Die Ermittlungen müssten zeigen, ob sich der Mann noch mit weiteren Opfern getroffen habe.

Seit Monaten in Haft

Der Koch sitzt seit seiner Verhaftung Ende Juni in Untersuchungshaft. Ermittelt wird auch wegen Freiheitsberaubung. Er soll über ein Internet-Computerspiel unter einem Pseudonym Kontakt mit dem 12-jährigen Knaben aus Gunzgen SO aufgenommen haben. Paul S. war eine Woche lang vermisst gewesen.

Ein Spezialkommando der deutschen Polizei befreite den Jungen aus der Wohnung in Düsseldorf. Der 35-Jährige wird sich vor einem deutschen Gericht verantworten müssen.

SDA/fal

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