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Dicke Hagelkörner und überschwemmte Keller

Die Hitzewelle ging mit einem Donnerschlag zu Ende: Einzelne Hagelgewitter und Sturmböen zogen über die Romandie und den Kanton Bern. In den meisten Regionen blieb es jedoch bei der Unwetterwarnung.

Fahren unter erschwerten Bedingungen: Ein Auto kommt auf einer überschwemmten Strasse in Caslano TI nur mühsam voran. (29. Juli 2013)
Fahren unter erschwerten Bedingungen: Ein Auto kommt auf einer überschwemmten Strasse in Caslano TI nur mühsam voran. (29. Juli 2013)
Keystone
Tobender Fluss: Wanderer überqueren eine Brücke über die Kander. (29. Juli 2013)
Tobender Fluss: Wanderer überqueren eine Brücke über die Kander. (29. Juli 2013)
Keystone
Der Wind in Oey brachte auch diesen Baum zu Fall. (28. Juli 2013)
Der Wind in Oey brachte auch diesen Baum zu Fall. (28. Juli 2013)
Roland Küttel, Leserreporter
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Für gestern Abend gab Meteo Schweiz eine Gewitterwarnung der Stufe 3 aus. Was soviel bedeutet, wie verbreitet heftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel oder Starkregen. In den meisten Landesteilen blieb es bis Mitternacht bei der Ankündigung. Mal abgesehen vom leichtem Regen, den deutlich tieferen Temperaturen und den leichten Winden war vom Unwetter glücklicherweise nicht viel zu spüren. An den östlichen Landesteilen zog das Tiefdruckgebiet schon beinahe unbemerkt vorüber (siehe Wetterradar von Meteo Schweiz).

In der Westschweiz und im Kanton Bern kam es jedoch bereits am späteren Nachmittag zu Stürmen und heftigem Hagelschlag (siehe Video links). Die Bilder aus dem bernischen Oey zeugen von den starken Winden, die vor allem in den westlichen Regionen der Schweiz wüteten (siehe oben). Nach bisherigen Erkenntnissen verletzte sich niemand. Mancherorts in der Region Bern sorgte der Regen für überschwemmte Keller. Bei der Kantonspolizei gingen zwischen 30 und 40 Meldungen ein.

Keine grösseren Schäden

Angaben über grössere Schäden lagen bis am Abend keine vor, wie es bei der Kantonspolizei Bern auf Anfrage hiess. Allerdings sei es noch zu früh, um Auskünfte darüber zu machen. Die lokalen Feuerwehren waren derweil an mehreren Orten damit beschäftigt, Wasser aus Kellern zu pumpen.

Wenn es um Gewitter geht, seien die Modelle aber nicht sehr aussagekräftig. «Wir können nicht genau sagen, wann es wo losgeht», sagt Pascal Hobi vom Wetterdienst Meteonews gegenüber Redaktion Tamedia. Es sei auch nur schwer möglich vorherzusehen, wie stark ein Gewitter ausfällt. Durch die grosse Hitze der letzten Tage sei jedoch viel Energie in der Atmosphäre. «Es gibt ein Potenzial für heftige Gewitter», warnt Hobi. «Wenn die Gewitter losgehen, können sie recht wüten.»

Sturmböen und Hagel

Laut dem Meteorologen ist örtlich mit Sturmböen und Hagel zu rechnen – und mit intensiven Regenfällen. Das Wasser wird wegen der ausgetrockneten Böden nicht gleich versickern können. Es ist deshalb auch mit kleineren Überschwemmungen zu rechnen. Fast überall in der Schweiz gibt es laut Hobi mindestens 20 Liter Regenwasser pro Quadratmeter. Lokal könnten es aber auch 100 Liter werden.

Nach dem Unwetter dürfte sich die Lage in der Nacht kurz beruhigen. Aber schon in der zweiten Nachthälfte trifft dann die Kaltfront mit weiteren, ausgiebigen Regenfällen ein. Diese dauern morgen an. Es wird auch deutlich kühler. Hobi rechnet mit rund 20 Grad in der Region Zürich und ein, zwei Grad mehr für Bern und Basel.

Weitere Hitzewelle

Der Dienstag ist ein Übergangstag, sagt Hobi weiter. Es werde noch Quellwolken geben, die sich von Westen her auflösen. Es wird wieder wärmer, und die Prognosen verheissen schönes Wetter mindestens bis am Samstag. Bereits am Donnerstag sollen die Temperaturen wieder über die 30-Grad-Marke klettern. «Wir werden eine weitere kleine Hitzewelle erleben», prognostiziert Pascal Hobi von Meteonews.

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