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Die Ehefrau zerstückelt und verbrannt

Am Wochenende haben Spaziergänger und Autofahrer in Norddeutschland verkohlte Leichenteile am Strassenrand entdeckt. Der Mann des mittlerweile identifizierten Opfers wurde festgenommen.

Die Untersuchung der Fundorte dauerte an bis in die frühen Morgenstunden: Mitarbeiter der Spurensicherung in der Nähe von Buxtehude.
Die Untersuchung der Fundorte dauerte an bis in die frühen Morgenstunden: Mitarbeiter der Spurensicherung in der Nähe von Buxtehude.
Keystone

Ein 79-jähriger Mann aus dem norddeutschen Nindorf soll seine Ehefrau umgebracht, zerstückelt und anschliessend die Leichenteile angezündet haben. Die brennenden Körperstücke waren am Freitagabend und gestern an Strassenrändern in Goldbeck bei Buxtehude im deutschen Bundesland Niedersachsen entdeckt worden. Der Rentner bestreitet die Tötung seiner 72-jährigen Frau. Heute wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Über Jahre hinweg habe sich die Situation in der Familie zugespitzt, sagte ein Polizeisprecher. Was genau sich in der Familie zugetragen hat, wollte er nicht sagen. «Der Mann macht keinerlei Angaben zu der Tat oder einem Motiv und lässt sich durch einen Anwalt vertreten», sagte er.

Der Polizei gut bekannt

Der 79-Jährige ist der Polizei allerdings gut bekannt. In der Vergangenheit hatte er bereits mehrfach durch Belästigungen von Anwohnern und Nachbarn des Dorfes auf sich aufmerksam gemacht. Gegen ihn lagen mehrere Anzeigen wegen Belästigung und Hausfriedensbruch bei der Polizei vor. Das Ehepaar lebte allein und hat eine 48- jährige Tochter.

Heute durchsuchten Polizisten das Haus und das Auto des 79- Jährigen. Dabei fanden sie nach Angaben des Sprechers auch Spuren, die auf die Tat hindeuten.

Autofahrer fanden Leichenteile

Die Fundorte der Leichenteile liegen den Angaben zufolge nur wenige Kilometer vom Wohnhaus entfernt. Zunächst hatten zwei Autofahrer am Freitagabend an Strassenrändern Feuer bemerkt und die Leichenteile entdeckt.

Gestern früh fanden Spaziergänger bei einer ehemaligen Kiesgrube schliesslich auch den Kopf der Getöteten, der ebenfalls stark verbrannt war, sowie einige Kleidungsstücke. Bei einer Suchaktion mit etwa 100 Feuerwehrleuten wurden an einer Strasse gestern noch mehrere Plastiktüten mit Körperteilen gefunden, die allerdings nicht verbrannt waren. Nach Angaben der Polizei fehlen noch weitere Leichenteile. Nicht gefunden wurden bisher beide Arme mit Händen und die Unterschenkel mit Füssen.

Keine Zweifel über Identität

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann seine Frau im Haus umgebracht und zerstückelt hat. Die Leichenteile verteilte er vermutlich am Freitagabend in der Gegend.

Die Identität des Opfers wurde laut Polizei mithilfe von Hamburger Rechtsmedizinern gestern Abend zweifelsfrei festgestellt. Die Frau war gestern am späten Nachmittag von der Tochter als vermisst gemeldet worden. Nach der Klärung der Identität sei die Polizei dem Ehemann schnell auf die Spur gekommen, hiess es.

dapd/ami

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