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Die ersten Minuten nach dem Walliser Busdrama

Belgische Familien werfen der Walliser Polizei vor, nach dem tödlichen Busunglück zu langsam agiert zu haben. Nun haben die Behörden ein Video veröffentlicht, das die Szenen nach dem Unglück im Tunnel zeigt.

Die Walliser Polizei hat heute ein Video veröffentlicht, das die ersten Minuten der Rettungsaktion nach dem Busdrama nahe Siders zeigt. Die Bilder stammen von einer Überwachungskamera des Tunnels und werden vom Mediensprecher der Walliser Kantonspolizei kommentiert.

Die Polizei sei acht Sekunden nach dem Unfall durch einen Alarm benachrichtigt worden, erklärt Polizei-Mediensprecher Jean-Marie Bornet im Video, das von der Zeitung «Le Nouvelliste» im Internet veröffentlicht wurde.

Die erste Patrouille traf zehn Minuten nach dem Unfall im Tunnel ein, wie Bornet weiter erklärt. Das Video zeigt auch mehrere Fahrzeuge, die am verunfallten Bus vorbeifahren.

Erste Ambulanz nach 17 Minuten am Unfallort

Einige Autofahrer halten an, um den Verletzten Hilfe zu leisten und auf die Polizei sowie die Ambulanz zu warten. Die erste Ambulanz trifft 17 Minuten nach dem Unfall ein. Die Walliser Justiz reagiert mit dem Video auf Vorwürfe von belgischen Familien, die den Rettungseinsatz als zu langsam kritisiert hatten.

Die Walliser Justiz will mit der Veröffentlichung Transparenz schaffen. Beim Busdrama am 13. März 2012 waren 22 Kinder und 6 Erwachsene ums Leben gekommen. Zur Unfallursache sind nach wie vor Ermittlungen in Gang.

Im Vordergrund steht menschliches Versagen oder eine Krankheit des Chauffeurs. Der Bus war auf der Autobahn A9 nahe Siders im Tunnel frontal in die Wand einer Nothaltenische gefahren.

SDA/wid

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