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Die Hitzewelle ist vorbei

Nach Tagen mit Rekord-Temperaturen kommt eine Kaltfront auf die Schweiz zu. Es könnte erneut zu Unwettern kommen. Das droht die Situation im Wallis wieder zu verschärfen.

Mutiger Salto in den Fluss: Vier Jungen springen in die Aare. (19. Juni 2013)
Mutiger Salto in den Fluss: Vier Jungen springen in die Aare. (19. Juni 2013)
Keystone
Die Grillsaison ist eröffnet: Nach einem kalten und endlos scheinenden Regenfrühling zeigt sich endlich der Sommer. Bei Temperaturen um die 30 Grad geniessen...
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Ennio Leanza, Keystone
Schöne Aussichten: Die nächsten Tage versprechen anhaltend heisse Temperaturen. (16. Juni 2013)
Schöne Aussichten: Die nächsten Tage versprechen anhaltend heisse Temperaturen. (16. Juni 2013)
Ennio Leanza, Keystone
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Nachdem in der Schweiz am Dienstag noch Temperatur-Rekordwerte gemessen wurden, blieb es auch am Mittwoch flächendeckend heiss. Der Höchstwert wurde in Basel-Binningen gemessen, wo das Quecksilber auf 33,5 Grad stieg.

Die Hitzewelle hatte sich bereits in der Nacht abgezeichnet: An vielen Orten gab es laut SRF Meteo eine sogenannte Tropennacht, also eine Nacht mit einem Tiefstwert nicht unter 20 Grad. In den Föhntälern wurden in den frühen Morgenstunden Temperaturen von über 25 Grad gemessen - in Altdorf etwa war es um 5 Uhr bereits 28 Grad warm.

Am Mittwoch wurde in allen grösseren Städten die 30-Grad-Grenze geknackt. In Genf stieg das Barometer gemäss dem Wetterdienst MeteoNews auf 31,5 Grad, in Bern wurden 31,1 Grad gemessen, in Luzern und Zürich jeweils 30,6 Grad.

Hagelsturm kostet 15 Millionen Franken

Aufgrund der extremen Temperaturen kam es am Dienstagabend in der Ostschweiz und in der Region Zürich zu heftigen Gewittern. Ein Gewitterzelle brachte vor allem im Zürcher Oberland massiven Hagelschlag mit Körnern teilweise so gross wie Pingpongbälle.

Der Hagelsturm richtete einen Schaden von rund 15 Millionen Franken an, wie die kantonale Gebäudeversicherung (GVZ) mitteilte. Die GVZ rechnet mit 2000 bis 3000 Gebäudeschäden. Betroffen waren vom starken Gewitter vor allem die Regionen um Wetzikon, Hinwil, Seegräben und Andelfingen.

Das starke Gewitter hielt Feuerwehren und die Seerettung auf Trab. Auf dem Greifensee etwa gerieten fünf Segler und zwei Schwimmer in Seenot. Für heute Abend ist das Gewitterrisiko laut SRF Meteo geringer, lokal können aber Gewitterzellen auftreten. Weil die Atmosphäre extrem labil geschichtet ist, können auch heute Gewitter Unwetterpotenzial annehmen.

St. Niklaus noch nicht ausser Gefahr

Auch die Walliser Gemeinde St. Niklaus bekam die negative Seite der grossen Hitze zu spüren. Am Montag und Dienstag gingen dort Murgänge nieder, die von Schmelzwasser verursacht wurden. Rund 40 Personen mussten evakuiert werden.

Auch am Mittwoch blieb die Gemeinde unter Beobachtung, wie Philippe Gsponer, Geologe beim Kanton Wallis, sagte. Die Gefahr könnte sich durch am Donnerstag erwartete Gewitter sogar noch vergrössern. «Die Niederschläge werden Geröll auswaschen und mitreissen», sagte Gsponer.

Die Hitzewelle der letzten Tage hat den Permafrost auf rund 2600 Meter über Meer zum Schmelzen gebracht und in reissende Ströme verwandelt. Das Geschiebematerial bedroht die Kantonsstrasse sowie die Bahnlinie Brig-Visp-Zermatt.

Am Donnerstag wirds kühler

Am Donnerstag geht die Hitzewelle definitiv zu Ende, da aus Westen eine Kaltfront auf die Schweiz zukommt. Dabei muss erneut mit Unwettern gerechnet werden.

SDA/kle

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