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Die Hoffnung ruht auf diesen Kisten

Nun ist klar: Die geborgenen Flugschreiber, die zur Aufklärung des Air-France-Absturzes vor zwei Jahren dienen sollen, sind intakt. Auf die Experten wartet jetzt eine grosse Herausforderung.

Analyse der Daten könnte Monate dauern: Die beiden geborgenen Flugdatenschreiber.
Analyse der Daten könnte Monate dauern: Die beiden geborgenen Flugdatenschreiber.
Keystone

Die beiden kürzlich geborgenen Flugschreiber der vor knapp zwei Jahren über dem Südatlantik abgestürzten Air-France-Maschine sind offenbar so weit intakt, dass ihre Daten analysiert werden können. «Ich bin sehr zuversichtlich», erklärte heute der Leiter der französischen Behörde zur Untersuchung von Luftfahrtunfällen, Jean-Paul Troadec.

Die beiden Geräte, der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder aus dem Cockpit, seien in einem guten Zustand, sagte Troadec. Es werde aber noch ungefähr drei Tage dauern, bis endgültig klar sei, ob die Daten aus den Aufzeichnungsgeräten ausgelesen werden könnten, sagte ein Techniker. Die Analyse der Daten werde dann Wochen, wenn nicht gar Monate dauern.

Transport mit der französischen Marine

Die Geräte waren Anfang Mai aus dem Atlantik geborgen worden und wurden jetzt nach Frankreich gebracht. Bewacht von Dutzenden Polizisten wurden die beiden Kisten mit den Geräten auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris aus einem Kleintransporter ausgeladen. In Le Bourget hat die Untersuchungsbehörde BEA ihren Sitz. Der Datenschreiber und der Stimmenrekorder waren von einem Schiff der französischen Marine nach Französisch-Guyana und von dort per Flugzeug nach Paris gebracht worden.

Die Maschine der Air-France war am 1. Juni 2009 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in einer Unwetterfront abgestürzt. Alle 228 Menschen an Bord kamen ums Leben, darunter 28 Deutsche. Die Ermittler hoffen, dass die Black Boxes ihnen dabei helfen werden, die Unglücksursache herauszufinden.

dapd/mrs

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