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Die letzten Sekunden der Tante Ju

Ein neu aufgetauchtes Video, das den Absturz der Ju-52 im August zeigt, ist den Ermittlern bekannt. Sie veröffentlichten es bewusst nicht.

Mehrere Augenzeugen hatten am 4. August den Absturz der Tante Ju auf dem Piz Segnas miterlebt. 17 Passagiere und drei Crew-Mitglieder haben dabei ihr Leben verloren.

Eine Handy-Aufnahme, die dem «Blick» zugestellt wurde, zeigt den Augenblick des Absturzes.

«Ich hatte mein Handy zufällig in der Hand. Das Flugzeug kam mir erstaunlich nahe und gross vor», sagt die Frau, die das Video aufgenommen hat, der Zeitung. Zunächst habe sie lediglich ein Foto gemacht. Danach habe sie aufgrund der Flugbahn der Maschine gemerkt, dass etwas nicht stimmte und gefilmt.

Ermittler kennen das Video

Die Untersuchungsbehörden kennen das am Freitag publizierte spektakuläre Video über den Absturz der Nostalgie-Maschine Ju-52 von Anfang August oberhalb von Flims GR. Für sie ist es ein Puzzle-Teil, das im Rahmen der Untersuchungen ausgewertet wird.

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) sei am Tag nach dem Absturz der Ju-52 in den Besitz der Aufnahmen gelangt, sagte Daniel Knecht, Leiter des Bereichs Aviatik, am Freitag auf Anfrage von Keystone-SDA.

Das auf blick.ch publizierte Video zeigt die letzte Sekunde der Maschine vor dem Aufprall an der Westflanke des Piz Segnas. Zu sehen ist, wie die Maschine in senkrechter Position auf den Boden aufschlägt.

Rücksicht auf Angehörige

Die Aufnahme zeige den Aufprall, nicht aber den Flugverlauf der Maschine. Sie sei ein Puzzle-Teil und werde ausgewertet wie alle anderen Puzzle-Teile auch, sagte Knecht. Die Behörden selber sahen von einer Veröffentlichung ab aus Rücksichtnahme auf die Angehörigen der Todesopfer des Unglücks.

Laut Knecht gelangen die Untersuchungsbehörden immer häufiger in den Besitz von Bildern oder Videos. Seit etwa einem Jahrzehnt stünden solche Aufnahme öfter zur Verfügung.

Die Nostalgie-Maschine war am 4. August kurz vor 17 Uhr oberhalb von Flims abgestützt. Sie befand sich auf dem Weg vom Flugplatz Locarno und hätte auf dem Militärflugplatz Dübendorf ZH landen sollen. Beim Unglück, einem der schwersten der letzten Jahre in der Schweiz, waren alle 20 Insassen ums Leben gekommen.

(Mit Material von 20min.ch)

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