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Die verschollene MH 370 wird weiter südlich gesucht

Die Unglücksmaschine MH 370 drehte wohl früher Richtung Süden ab als bisher angenommen. Das teilten die australischen Behörden mit. Das Suchgebiet bleibt dennoch gross.

Die Suche nach Flug MH370 wird weiter südlich fortgesetzt: Australiens Verkehrsminister Warren Truss an einer Pressekonferenz. (6. August 2014)
Die Suche nach Flug MH370 wird weiter südlich fortgesetzt: Australiens Verkehrsminister Warren Truss an einer Pressekonferenz. (6. August 2014)
Lukas Coch, Keystone

Fast sechs Monate nach dem Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flugs MH 370 gibt es neue Erkenntnisse zum möglichen Absturzort. Bei der Suche nach dem Wrack der Boeing sei eine Region weiter südlich als bisher angenommen von besonderem Interesse, sagte Australiens Verkehrsminister Warren Truss am Donnerstag in Canberra.

Die Erkenntnisse beruhen auf der Auswertung eines fehlgeschlagenen Versuchs, die Piloten kurz nach dem Verschwinden vom Radar per Satellitentelefon zu erreichen. Von diesem Anruf war bisher nie die Rede gewesen. Die Auswertung lege nahe, «dass das Flugzeug womöglich etwas früher Richtung Süden abgedreht ist als bislang angenommen», sagte Truss.

MH 370 war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschollen. Satellitenauswertungen zeigten später, dass die Maschine Richtung Süden abdrehte, stundenlang weiterflog und wahrscheinlich in den Indischen Ozean westlich von Perth an der australischen Westküste stürzte, als der Treibstoff ausging.

Australien und Malaysia teilen sich die Suchkosten

An Bord waren 239 Menschen, zwei Drittel von ihnen Chinesen. MH 370 gilt als eines der grössten Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Von dem Wrack fehlt bislang jede Spur.

«Das Suchgebiet bleibt dasselbe, aber einige neue Informationen legen nahe, dass ein Gebiet ein bisschen weiter südlich - zwar im Suchgebiet, aber weiter südlich - von besonderen Interesse ist», sagte Truss nach einem Treffen mit seinem malaysischen Kollegen Liow Tiong Lai.

Die beiden unterzeichneten eine Vereinbarung über die weitere Suche, mit der Zusage Malaysias, sich die Kosten dafür mit Australien zu teilen. Nach der Vermessung des Meeresbodens in einem 60'000 Quadratkilometer grossen Gebiet soll sie mit einem unbemannten Unterwasservehikel im September fortgesetzt werden.

(SDA)

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