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Die Weltmeisterschaft der Draufgänger

Im Lauterbrunnental im Berner Oberland treffen sich Sportler zur Weltmeisterschaft in einer der gefährlichsten Sportarten überhaupt: Basejumping.

«They’re ready!», tönt es aus den?Lautsprechern. Die Blicke des Publikums wandern nach oben. An der Fluh springen zwei Basejumper gleichzeitig von der Rampe. Kopf an Kopf stürzen sie sich ins Tal, von unten gesehen nur zwei Punkte an der Wand. Dank ihren fledermausähnlichen Wingsuits entfernen sie sich schnell von der Felswand, ihre Flugbahnen trennen sich. Das Flattern ihrer Flügel steigert sich zu einem Knattern, während sie sich ein Rennen um die Ziellinie in der Luft liefern. Rechtzeitig ziehen sie ihren Fallschirm und landen unter dem Applaus des Publikums auf dem?Stechelberger Talboden, wo am Samstag die Finalläufe der Basejump-Weltmeisterschaft ausgetragen wurden.

Nach seiner Halbfinalteilnahme packt Rob Heron seinen Schirm für den nächsten Sprung mit grösster Sorgfalt und Präzision. Dazu braucht der Kanadier mindestens eine Viertelstunde. «Jeder Teil des Schirms ist ein Glied einer Kette, an deren Ende mein Leben hängt.» Im Basejumping gebe es keinen Notschirm, deshalb müsse er voll auf seine Ausrüstung vertrauen können. Das Basejumping lasse ihn den Moment bewusster erleben, erklärt Heron: «Wenn ichdurch die Luft fliege, gibt es keine Vergangenheit oder Zukunft, sondern nur diese Gegenwart – der alte Menschheitstraum vom Fliegen kommt nicht von ungefähr.»

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