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Ostertage enden für fünf Wintersportler tödlich

In den Schweizer Bergen sind über die Ostertage mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Im ganzen Winter gab es bisher aber weniger Lawinentote als sonst.

Kaum jemand fuhr abseits der Piste: Eine kontrollierte Lawinensprengung des SLF. (18. Januar 2015)
Kaum jemand fuhr abseits der Piste: Eine kontrollierte Lawinensprengung des SLF. (18. Januar 2015)
Gaetan Bally, Keystone

Im Berner Oberland und im Wallis ereigneten sich über die Ostertage fünf tödliche Unfälle auf den Skipisten.

Am Ostersonntag wurde ein Tourenskifahrer im Gemeindegebiet von Ulrichen VS von einer Lawine mitgerissen und getötet. Der Verunfallte war nach Angaben der Polizei mit einem Kameraden von der Gorno-Griess-Hütte in Richtung Teltschenhorn aufgestiegen. Als sie auf der Abfahrt waren, löste sich unterhalb des Sulzgrates eine Triebschnee-Lawine, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Diese Lawine riss den 44-jährigen Schweizer aus dem Kanton Basel-Stadt mit. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Auf der Iffigenalp an der Lenk im Berner Oberland wurde am Samstagmorgen ein Skitourengänger von einem Schneebrett mitgerissen. Der 35-jährige Schweizer aus dem Kanton Bern konnte nur noch tot geborgen werden. Er war mit einem Begleiter von der Iffigenalp in Richtung Wildstrubelhütte unterwegs gewesen.

In felsigem Gelände abgestürzt

In Gsteig bei Gstaad BE stürzte am Samstag ein 21-jähriger Skifahrer aus dem Kanton Waadt in felsigem Gelände zu Tode. Er war mit einem Begleiter vom «Oldensattel» in Richtung Nägelihore unterwegs gewesen. Dabei gerieten die beiden unvermittelt in felsiges Gelände.

Am Karfreitag verunglückte ein weiterer Skitourengänger auf der Titlis-Rundtour. Der 23-jährige Schweizer aus dem Kanton Zürich war in einer Dreiergruppe im Gebiet der «Schwarzen Naad» zu einer Abseilstelle unterwegs gewesen, als er nach Angaben der Polizei aus unbekannten Gründen abstürzte. Das Unglück ereignete sich auf dem Gebiet von Gadmen im östlichsten Zipfel des Kantons Bern.

Insgesamt weniger Lawinentote

Bisher sind 13 Menschen im zu Ende gehenden Winter in Lawinen in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen. Das sind weniger als im langjährigen Durchschnitt, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos auf Anfrage mitteilte.

Nimmt man den Ostersonntag (27. März) als Stichtag, sind es im Mittel 19 Lawinenopfer, wie das SLF ausführte. Die langjährige durchschnittliche Opferzahl liegt bei 25 pro Jahr. In den letzten 20 Jahren kamen im Mittel 23 Menschen im Jahr in Lawinen ums Leben.

Hoher Besucherandrang

Entsprechend dieser Meldungen waren am Osterwochenende viele Wintersportler unterwegs. Genügend Schnee und vor allem am Samstag prächtiges Wetter lockten sie noch einmal in die Berge. Die bisher sonst miese Wintersaison ist aber auch damit nicht mehr zu retten.

Insgesamt verhalfen die vier Ostertage den Skigebieten jedoch zu einem versöhnlicher Ausklang der Wintersaison. Dank dem Schneefall sorgten bereits die Tage davor für etwas Entlastung.

(SDA)

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