Dieser Januar war mehr Frühling als Winter

Kaum Schnee dafür blühende Haselsträucher: Der Januar 2016 war durchschnittlich 1,9 Grad zu warm.

Milde Temperaturen zum Jahresstart: Ein Velofahrer am Ufer des Zürichsees.

Milde Temperaturen zum Jahresstart: Ein Velofahrer am Ufer des Zürichsees. Bild: Walter Bieri/Keystone

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Der Monat Januar ist im landesweiten Mittel deutlich zu warm ausgefallen. Laut MeteoSchweiz betrug der Wärmeüberschuss gegenüber der Norm von 1981 bis 2010 landesweit 1,9 Grad. SRF Meteo errechnete im Norden einen Wärmeüberschuss von sogar rund drei Grad.

Vom 1. bis zum 12. Januar bewegte sich die Tagesmitteltemperatur verbreitet drei bis sechs Grad über der als Norm geltenden Periode 1981 bis 2010. Im Oberengadin und im Oberwallis erreichte der Überschuss gar sieben bis neun Grad, wie MeteoSchweiz schreibt.

Kalte Woche

Polarluft brachte dann ab 13. Januar etwas Winter. In Berglagen fiel die Tagesmitteltemperatur während einer knappen Woche vier bis zehn Grad unter die Norm. In den Niederungen der Alpennordseite erstreckte sich die Abkühlung nur über drei Tage: Die Tagesmitteltemperatur sank in der Folge verbreitet um drei bis acht Grad unter die Norm.

Gegen Ende des Monats gelangte die Schweiz unter Hochdruckeinfluss. In der milden Luft stieg die Tagesmitteltemperatur in Berglagen um fünf bis zehn Grad, auf der Alpensüdseite sogar bis elf Grad über die Norm. Auf der Cimetta oberhalb Locarno auf 1661 Metern über Meer wurde am 25. Januar mit 13,9 Grad sogar der höchste Januarwert in der über 30-jährigen Messreihe registriert.

Blühende Haselsträucher

Während der milden, ersten Januarhälfte setzte sich das Aufblühen der Haselsträucher fort, das teilweise bereits im Dezember begonnen hatte. Die Blüte hatte einen Vorsprung von 17 bis 56 Tagen auf das Mittel der Jahre 1981 bis 2010.

So früh wie noch nie waren die Beobachtungen der allgemeinen Blüte zum Beispiel in Birmensdorf ZH am 26. Dezember und in Liestal am 2. Januar, wo der Rekord am gleichen Datum des Jahres 1960 egalisiert wurde. Mit der frühen Blüte kam es auch bereits im Dezember zu teilweise starkem Pollenflug.

Im Norden nass und im Süden trocken

Im übrigen war das Klima im Januar geprägt von regionalen Unterschieden. So fiel auf der Alpennordseite regional mehr als das Doppelte der normalen Niederschlagsmengen. Auf der Alpensüdseite wurde dagegen nur rund die Hälfte des 30-jährigen Durchschnitts erreicht, wie MeteoSchweiz schreibt.

Laut SRF Meteo ging beispielsweise in Ascona TI am 2. Januar eine 65-tägige Trockenperiode zu Ende. Zwischen dem 2. und dem 11. Januar fielen 15 Liter Regen pro Quadratmeter, seither war es aber wieder völlig trocken. An den meisten anderen Orten des Mittel- und Südtessins präsentiert sich ein ähnliches Bild. (dia/sda)

Erstellt: 29.01.2016, 16:23 Uhr

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