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Domino-Züge fahren doch über die Rheinbrücke

Die modernisierten Züge der SBB galten als zu schwer für die historische Brücke zwischen Koblenz und Waldshut. Nun dürfen sie doch fahren – mit strengen Auflagen.

Doch nicht zu schwer: Domino-Zug der SBB.
Doch nicht zu schwer: Domino-Zug der SBB.
SBB

Über die historische Rheinbrücke zwischen Koblenz AG und Waldshut (D) verkehren ab dem Fahrplanwechsel nun doch moderne Domino-Züge. Für die Fahrt über die älteste noch in Betrieb stehende Eisenbahn-Fachwerkbrücke Europas gelten jedoch strenge Regeln.

Die Züge dürfen nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde (km/ h) über die Brücke fahren, wie die SBB heute mitteilte. Zudem müssen die Passagiere in den Zwischen- und Steuerwagen Platz nehmen. Der Triebwagen bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Die Passagiere werden mit Durchsagen im Zug über die Massnahmen informiert. Die modernisierten Domino-Züge waren zunächst als zu schwer für die alte Rheinbrücke befunden worden, da sie eine zu hohe Achsenlast aufweisen. Ab dem 11. Dezember dürfen sie nun doch von Baden AG bis Waldshut fahren.

Erste Bahnverbindung nach Deutschland

Die Koblenzer Rheinbrücke war 1859 als erste durchgehende Bahnverbindung zwischen der Schweiz und Deutschland eröffnet worden. Bauherrin war die damalige Schweizerische Nordostbahn, welche die Zugstrecke als Zufahrt einer Splügen- oder Lukmanierbahn nutzen wollte.

Der zweite Rheinübergang für die Dampfbahn in Basel wurde erst 1873 in Betrieb genommen. Wegen der begrenzten Tragfähigkeit rollen seit 1991 keine Güterzüge über die Koblenzer Rheinbrücke. Erst auf den Fahrplanwechsel 1999 wurde sie elektrifiziert.

SDA/kle

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