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Drama am K2

Der Versuch der Österreicherin Gerlinde Kaltenbrunner, den zweithöchsten Berg der Erde zu besteigen, ist tragisch gescheitert. Ihr Bergkamerad stürzte am Himalaya-Gipfel 1000 Meter in die Tiefe.

Gilt aus äusserst schwierig: Der K2 auf der Grenze zwischen China und Pakistan.
Gilt aus äusserst schwierig: Der K2 auf der Grenze zwischen China und Pakistan.
Kuno Lechner/Creative Commons/Wikimedia

Gerlinde Kaltenbrunner sei inzwischen mit mehreren Begleitern auf dem Rückweg, möglicherweise werde sie noch im Laufe des Tages das Basislager erreichen. Dies erklärte Meteorologe Karl Gabl der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Ihr Bergkamerad Fredrik Ericsson ist beim Aufstieg zum 8611 Meter hohen K2 rund tausend Meter tief bis auf Höhe des Basislagers III gestürzt. Wann die Österreicherin zurück sein wird, hänge aber stark von ihrer körperlichen und psychischen Verfassung sowie den Wetterbedingungen ab, sagte Sprecher Gabl.

Der deutsche Ehemann der 39-Jährigen, Ralf Dujmovits, hatte die Besteigung wegen Steinschlags schon am Donnerstag aufgegeben. Der österreichische Bergsteiger Christian Stangl, der wie Kaltenbrunner auch auf dem Weg zum K2-Gipfel war, scheiterte am Freitag ebenfalls. Auf 7500 Metern Höhe habe er sich zur Umkehr entschlossen, nachdem durch starke Erwärmung mehrere Felsbrocken begonnen hätten sich zu lösen, berichtete er APA vom Basislager aus über Satellitentelefon. «Ich hatte Angst. Ich habe gesehen, wie der Schnee zu tauen beginnt. Zwischen den Körnern bildet sich Wasser und das Eis droht abzurutschen», sagte Stangl. Nach seinen Angaben herrschten am Gipfel minus 17 Grad - und somit angesichts der Höhe regelrechte Frühlingstemperaturen. Zudem habe schlechte Sicht geherrscht und es «den Anschein» gehabt, dass es schneite.

Nur noch der K2 fehlte

Kaltenbrunner hatte erst im Mai den Mount Everest bezwungen. Die 39-Jährige hat damit 13 der 14 Achttausender weltweit bestiegen. Als letzter fehlte ihr der 8611 Meter hohe K2 auf der Grenze zwischen Pakistan und China, der unter Alpinisten als schwierigster der Achttausender gilt. Kaltenbrunner scheiterte in den vergangenen Jahren schon mehrfach bei Versuchen, den K2 zu erklimmen.

Bisher haben erst zwei Frauen alle 14 Achttausender im Himalaya bezwungen. Die erste Bergsteigerin, die diesen Rekord im April aufstellte, war die Südkoreanerin Oh Eun Sun, gefolgt von der Spanierin Edurne Pasaban Mitte Mai. Am Rekord der Südkoreanerin wurden verschiedentlich Zweifel geäussert. Als erstem Bergsteiger überhaupt gelang es 1986 Reinhold Messner, alle Achttausender zu bezwingen.

AFP/se

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