Drei Extremsportler offenbar von Lawine getötet

Drei bekannte Bergsteiger aus Österreich und den USA sind vermutlich in Kanada ums Leben gekommen. Die Suche nach den Vermissten musste unterbrochen werden.

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Bei einem Lawinenunglück in Kanada sind vermutlich drei bekannte Bergsteiger aus Österreich und den USA ums Leben gekommen. Die «sehr erfahrenen» Bergsteiger seien in der Provinz Alberta am Howse-Pass unterwegs gewesen, teilte die Nationalparkverwaltung am Donnerstag mit. Rettungskräfte hätten in dem Gebiet Zeichen für zahlreiche Lawinenabgänge sowie Kletterausrüstung gefunden. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die drei Bergsteiger tot seien.

Bei den Männern handelt es sich Medienberichten zufolge um die Österreicher Hansjörg Auer und David Lama sowie den US-Bergsteiger Jess Roskelley. Sie gehörten zu einem vom Ausrüster North Face unterstützten Team, wie das Unternehmen bestätigte. Der Rettungseinsatz musste zwischenzeitlich wegen schlechten Wetters und der Gefahr weiterer Lawinenabgänge unterbrochen werden.

Lamas Manager Florian Klingler hatte am Donnerstagnachmittag erste Medienberichte über ein mögliches Lawinenunglück weder bestätigt noch dementiert. Er habe jedoch von Bekannten Lamas entsprechende Befürchtungen gehört, sagte Klingler der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Vater geht vom Tod seines Sohnes aus

Roskelleys Vater John Roskelley sagte der US-Zeitung «Spokesman-Review», er gehe vom Tod seines Sohnes aus. «Die Route, die er gehen wollte, wurde zum ersten Mal im Jahr 2000 bewältigt», sagte Roskelley, der früher selbst als einer der besten US-Bergsteiger galt. «Es ist eine dieser Routen, bei der die Bedingungen perfekt sein müssen, sonst wird es zum Albtraum. Genau das ist passiert.»

Roskelley hatte 2003 gemeinsam mit seinem Sohn den Mount Everest bestiegen. Jess Roskelley war zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt und damit der jüngste Bergsteiger, der den höchsten Berg der Welt bezwang. (chk/AFP/sda)

Erstellt: 19.04.2019, 02:36 Uhr

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