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Täter von Nürnberg ist noch auf der Flucht

Die Behörden warnen die Bevölkerung vor dem Angreifer. Die Ermittler glauben nicht an einen terroristischen Akt.

Nach Serie von Messerangriffen: Die Behörden ermitteln fieberhaft. Video: Reuters

Im Fall der Angriffe auf drei Frauen in Nürnberg fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Der Unbekannte stach die Fussgängerinnen am Donnerstagabend in einem Zeitraum von etwa drei Stunden nieder, als diese auf dem Nachhauseweg waren.

Eine Verbindung zwischen Täter und Opfern gibt es nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht. Der Mann habe sie wohl völlig zufällig ausgewählt und vor den Taten auch nicht angesprochen.

«Die Vorgehensweise ist ungewöhnlich», sagte der Leitende Kriminaldirektor Thilo Bachman am Freitag. Bislang gebe es «kein erkennbares Motiv». Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund haben die Beamten bisher nicht. Zwei der Frauen schwebten zunächst in Lebensgefahr.

Weil alle Opfer – 26, 34 und 56 Jahre alt – von den Angriffen völlig überrascht wurden, geht die Staatsanwaltschaft in allen drei Fällen von versuchtem Mord aus, wie die Sprecherin der Anklagebehörde, Antje Gabriels-Gorsolke, sagte.

Einzeltäter im Verdacht

Da sich die Taten so stark ähnelten, spricht für die Polizei viel für einen Einzeltäter. Die Polizei warnte die Bevölkerung per Twitter vor dem flüchtigen Mann. Eine Sonderkommission mit 40 Beamten soll die Fälle nun so schnell wie möglich aufklären.

Auch sogenannte Profiler wurden dafür eingeschaltet. Diese Fallanalytiker erstellen anhand der Begehungsweise der Taten ein Profil des Täters. Deshalb habe man «einige Personen im Fokus», sagte der mittelfränkische Polizeipräsident Roman Fertinger.

Im Umkreis der drei Tatorte suchten die Beamten nach der Tatwaffe – ein «Stichwerkzeug», wie Bachmann sagte: «Ich würde nicht zwingend das Wort Messer in den Mund nehmen.» Möglicherweise habe der Angreifer die Waffe weggeworfen. Er verletzte alle seine Opfer am Oberkörper, sie mussten notoperiert werden.

Opfer schwer verletzt

Bisher konnte nur das erste Opfer genauere Angaben zu dem Täter machen. Der Mann soll demnach zwischen 25 und 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter gross sein. Er soll eine normale Figur haben, blonde bis dunkelblonde Haare und helle Haut. Die beiden anderen Frauen wurden so schwer verletzt, dass sie noch nicht ausführlich vernommen werden konnten.

afp/sda/fal

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