Drei Menschen in Frankreich erschossen – darunter eine Touristin

Aus einem fahrenden Auto heraus schossen unbekannte Täter auf mehrere Personen an einer Tankstelle. Zwei Männer und eine Frau starben.

An dieser Tankstelle in Ollioules wurden drei Menschen erschossen. Foto: Twitter

An dieser Tankstelle in Ollioules wurden drei Menschen erschossen. Foto: Twitter

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Eine mutmassliche Abrechnung im Drogenmilieu hat in einer südfranzösischen Kleinstadt drei Menschen das Leben gekostet, darunter einer 57-jährigen unbeteiligten Frau. Zwei Bewaffnete erschossen nach Angaben der Ermittler am Sonntagabend in der Gemeinde Ollioules zwei polizeibekannte Männer.

Die 57-Jährige, die mit ihrem Mann auf einem Motorroller unterwegs war, geriet zufällig in die Schusslinie der Angreifer. Diese flüchteten. Der Mann der Getöteten musste schwerverletzt ins Spital gebracht werden. Örtlichen Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Paar um Touristen aus dem ostfranzösischen Departement Haute-Saône, die in dem beschaulichen Ort eine Ferienwohnung besitzen.

Anhand der am Tatort gefundenen Munition, der zahlreichen abgegebenen Schüsse und der Lebensläufe der beiden 29 und 30 Jahre alten männlichen Opfer geht die Polizei von einer Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Drogenbanden aus. Sie waren nach Angaben aus Ermittlerkreisen bereits wegen diverser Drogenvergehen bekannt. Von den beiden Tätern fehlte am Montag jede Spur. Innenminister Christophe Castaner erklärte auf Twitter, es werde alles unternommen, um sie zu identifizieren und festzunehmen. Er sei zuversichtlich, dass es der Polizei gelingen werde, die «kriminellen Netzwerk auszumerzen, die unsere Viertel vergiften».

Der Bürgermeister der Stadt, Robert Bénéventi, zeigte sich erschüttert. «Dieses Drama berührt mich schrecklich», sagte er der Regionalzeitung «Var-Martin». So etwas wie Kleinkriminalität gebe es nicht, es ende immer in Tragödien, die Familien ins Unglück stürzten. Bénéventi bemängelte ausserdem, dass die Gemeindepolizei mit derartiger Kriminalität überfordert sei und forderte mehr Polizei.

Die Abgeordnete Cécile Muschotti, die für die Region in der Nationalversammlung sitzt, sagte dem Sender BFMTV: «Der Ort, an dem das Drama stattfand, ist ein geschäftiger, eher ruhiger Ort, auch wenn er nicht sehr weit von den schwierigsten Vierteln entfernt ist.»

(sda)

Erstellt: 29.07.2019, 17:01 Uhr

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