Ein Toter, 25 Verletzte nach Serie von Gasexplosionen

Die Explosionen in mehreren Orten an der US-Ostküste haben Dutzende Häuser zerstört, Tausende mussten in Sicherheit gebracht werden.

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Eine verheerende Serie von Gasexplosionen und Bränden hat sich in mehreren Orten nahe der US-Ostküstenstadt Boston ereignet. Bei dem von den Gasleitungen ausgehenden Unglück wurde am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) ein Mensch getötet, 25 weitere wurden verletzt, wie die Behörden des Bundesstaats Massachusetts mitteilten. Dutzende Häuser wurden zerstört. Die Rettungskräfte brachten tausende Menschen in Sicherheit.

Mindestens drei Explosionen und mehr als 60 Brände ereigneten sich den Angaben zufolge in kurzer Folge in den Gemeinden Lawrence, Andover und North Andover. Rund 8600 Haushalte seien direkt betroffen, teilte der örtliche Gasversorger Columbia Gas mit.

Verheerende Serie von Gasexplosionen: Ein Mensch wurde getötet, 25 weitere wurden verletzt. (Video: Tamedia/AFP)

Zum Todesfall kam es, als ein Schornstein auf ein Auto stürzte und einen darin sitzenden Jugendlichen traf, wie Gouverneur Charlie Baker sagte. Das Krankenhaus in Lawrence teilte mit, die nach dem Unglück behandelten Fälle reichten von direkten Explosionsverletzungen bis hin zu Rauchvergiftungen.

Ursache zunächst unklar

Der Auslöser des Unglücks war zunächst unklar. Es sei «viel zu früh, um über den Grund zu spekulieren», erklärte die Polizei. Ein Anschlag galt aber nicht als mögliche Ursache. Der Bürgermeister von North Andover, Andrew Maylor, sagte, Überdruck in den Leitungen habe die Detonationen ausgelöst.

Columbia Gas äusserte sich hingegen zunächst nicht zur möglichen Ursache. Das Unternehmen hatte erst am Donnerstag mitgeteilt, die Gasleitungen in verschiedenen Gegenden von Massachusetts nachrüsten zu wollen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Zu den Sicherungsmassnahmen nach dem Unglück gehörte es, dass die Behörden den Druck von den Gasleitungen nahmen. Zudem wurde auf tausenden Metern nach Angaben der Polizei der Strom abgeschaltet. Die aus ihren Wohnungen fortgebrachten Menschen wurden in Schulgebäuden untergebracht. Die Schulen, Gerichte und andere öffentliche Einrichtungen in den drei Orten blieben am Freitag geschlossen.

(roy/afp)

Erstellt: 14.09.2018, 04:26 Uhr

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