Auf dem Sechseläutenplatz ein Spiegelei braten – geht das?

Die Schweiz schwitzt, aber reicht die Hitze aus, um ein Spiegelei ohne Hilfsmittel zu braten? Wir haben es in Zürich getestet.

Die Hitze ist fast unerträglich: Videoredaktor Anthony Ackermann versucht mitten auf dem Sechseläutenplatz ein Ei zu braten. Video: Marco Pietrocola, Anthony Ackermann

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In Zürich stieg das Thermometer am Mittwoch auf über 36 Grad, landesweit wurden Temperaturrekorde geknackt. Eine derartige Hitzewelle erlebt die Schweiz selten. In anderen Ländern gehören solche Temperaturen zum Alltag. Im Death Valley in den USA beispielsweise werden regelmässig 50 Grad oder mehr erreicht.

Solch hohe Temperaturen machen einigen Menschen offenbar weniger zu schaffen als anderen und lassen sie teilweise gar kreativ werden. Im Internet kursieren haufenweise Videos, die zeigen, wie faszinierte Touristen mitten in der Wüste auf heissen Steinen ein Spiegelei brutzeln oder auf dem Autodach Specktranchen braten. Ohne Herd oder andere Hilfsmittel. Gelingt das auch am bisher heissesten Tag des Jahres in der Schweiz?

Test auf dem Sechseläutenplatz

Beim Zürcher Sechseläutenplatz spenden nur einige wenige Sonnenschirme Schatten auf dem weitläufigen Areal, die Sonne heizt die Steinplatten auf fast 53 Grad auf. Abgesehen von ein paar planschenden Kindern, die sich beim Springbrunnen eine Abkühlung gönnen, ist der Platz kaum besucht. Scheinbar der perfekte Ort für ein solches Experiment.

Der Versuchsaufbau ist einfach: eine Bratpfanne, ein paar Eier und ein wenig Geduld, bis sich der Pfannenboden auf den heissen Bodenplatten erhitzt hat. Nach einer halben Stunde zeigt der Temperaturmesser für die Pfanne eine Temperatur von knapp über 60 Grad an – das muss doch jetzt klappen!

Zürich ist kein Death Valley

Der erste Moment, nachdem das aufgeschlagene Ei in der Pfanne landet, ist ernüchternd. Anstatt des erwarteten Zischens und Bruzzelns passiert nichts. Auch einige Minuten später liegt das rohe Ei noch immer regungslos in der Pfanne. Nur am Rand bilden sich langsam weisse Fetzen, die wohl aber eher auf verdunstete Flüssigkeit zurückzuführen sind. Mit Braten hat das wenig zu tun.

Nach einer knappen Stunde brechen wir die Übung ab, das Experiment ist gescheitert. Weder die heissen Steinplatten noch die pralle Sonne schaffen es offenbar, die Pfanne auf die nötige Temperatur zu bringen. Auch wenn also die Hitze zurzeit unerträglich scheint; in Zürich haben wir das Niveau eines Death Valley noch nicht erreicht. Zum Glück.

Erstellt: 27.06.2019, 16:10 Uhr

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