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Ein Toter bei Explosion in Atomanlage

In einer Atomanlage im Süden Frankreichs hat sich ein schwerer Zwischenfall ereignet. Eine Person wurde getötet. Radioaktivität soll nicht in die Umwelt gelangt sein.

Ein Ofen explodierte: Das Gelände des AKW Marcoule. (Archivbild)
Ein Ofen explodierte: Das Gelände des AKW Marcoule. (Archivbild)
Keystone
Wird zur Aufarbeitung abgebrannter Uran-Brennstäbe genutzt: Das Kraftwerk Marcoule in der Nähe von Avignon.
Wird zur Aufarbeitung abgebrannter Uran-Brennstäbe genutzt: Das Kraftwerk Marcoule in der Nähe von Avignon.
Reuters
Die Explosion forderte ein Todesopfer: Archivbild des Kraftwerkes.
Die Explosion forderte ein Todesopfer: Archivbild des Kraftwerkes.
AFP
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Die französische Atomaufsichtsbehörde (ASN) hat den Unfall in der Nähe der Atomanlage Marcoule offiziell für beendet erklärt. Der Zwischenfall habe keinen Austritt von Radioaktivität zur Folge, teilte die ASN mit. Es seien keine Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung nötig.

Die Atomaufsicht löste ihren Krisenstab wieder auf. Die Explosion in einem Verbrennungsofen habe ein Feuer entfacht, das gegen 13 Uhr unter Kontrolle gewesen sei. Das Gebäude, in dem der Ofen stand, sei nicht beschädigt worden.

«Es handelt sich um einen Industrieunfall, nicht um einen Atomunfall», sagte zuvor ein Sprecher des staatlichen Stromkonzerns EDF, dessen Tochterunternehmen Socodei die Anlage betreibt.

Ein Toter

Die vier Verletzten, von denen einer schwere Verbrennungen erlitt, seien nicht radioaktiv verstrahlt worden. Auch ausserhalb des Gebäudes sei keine Radioaktivität gemessen worden. Nun solle untersucht werden, wie es zu dem Unfall kam.

Bei der Explosion in dem Verbrennungsofen, in dem Rohre und Schutzkleidung aus Atomkraftwerken eingeschmolzen wurden, starb ein Arbeiter. Die Anlage in Codolet, die zum Atomkomplex Marcoule gehört, liegt in Südfrankreich, etwa 20 Kilometer von Avignon entfernt.

IAEA informiert

Das Zentrum der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) für nukleare Notfälle sei sofort nach dem Zwischenfall aktiviert worden, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano in Wien vor Journalisten.

Man habe bei der französischen Atomsicherheitsbehörde nach detaillierten Mitteilungen gefragt und sei nun dabei, vorliegende Informationen zu bewerten: «Es ist alles noch in einem sehr frühen Stadium.»

Die Nuklearanlage Marcoule umfasst mehrere kleinere Reaktoren, die allesamt stillgelegt sind. Das letzte Kraftwerk, ein sogenannter Schneller Brüter, stellte 2010 den Betrieb ein. Im vergangenen März hatte es einen Zwischenfall in Marcoule gegeben, den die Atomaufsicht nachträglich auf Stufe zwei eingestuft hatte.

AFP/kpn/bru

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