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Einäugiges Baby steht für Syrien-Tragödie

Bei einem Luftangriff in Syrien hat der zwei Monate alte Karim ein Auge verloren. Nun wird er zum Gesicht einer Kampagne.

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Gesicht einer Solidaritätskampagne: Das bei einem Luftangriff in Ost-Ghuta verletzte Baby Karim. (18. Dezember 2017)
Gesicht einer Solidaritätskampagne: Das bei einem Luftangriff in Ost-Ghuta verletzte Baby Karim. (18. Dezember 2017)
Damascus Media Center/AP
Die Geste soll Solidarität mit Karim bekunden.
Die Geste soll Solidarität mit Karim bekunden.
AFP
Unter dem Hashtag #SolidarityWithKarim sind in den sozialen Medien viele ähnliche Fotos zu finden.
Unter dem Hashtag #SolidarityWithKarim sind in den sozialen Medien viele ähnliche Fotos zu finden.
AFP
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Ein syrisches Baby ist nach dem Verlust eines Auges durch einen Luftangriff der Regierungstruppen zum neuen Symbol der Tragödie in Syrien geworden. Zahlreiche Internetnutzer solidarisierten sich mit dem Baby Karim, das nach Angaben seiner Familie und den behandelnden Ärzten bei einem Luftangriff in der belagerten Rebellenhochburg Ost-Ghuta ein Auge verloren hat. Seine Mutter wurde demnach bei dem Angriff Ende Oktober getötet.

Unter dem Hashtag #SolidarityWithKarim veröffentlichten viele Menschen in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook Fotos, auf denen sie ein Auge mit der Hand verdeckten. Auch der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft postete ein Foto, das ihn in dieser Pose am runden Tisch des UN-Sicherheitsrats zeigte. Das Bombardement und die Belagerung von Ost-Ghuta müssten beendet werden, forderte Rycroft.

«Das Foto verfolgte mich»

Zahlreiche Fotos zeigen Kinder auf der Strasse, Mitglieder von Hilfsorganisationen sowie der syrischen Weisshelme, die in den Rebellengebieten Opfern von Luftangriffen zu Hilfe kommen. Auch die Redaktion der «Bild»-Zeitung veröffentlichte ein Bild, auf der sich die Mitarbeiter ein Auge zuhielten. Mehrere Minister der Türkei, die seit Jahren die syrische Opposition unterstützt, schlossen sich der Kampagne für das Baby an.

Gestartet hatte die Kampagne der freie Fotograf Amer Almohibany, der Mitte Dezember ein Foto des verletzten Babys sowie ein Bild von sich selbst mit der Hand über einem Auge veröffentlicht hatte. «Ich hatte das Kind besucht und sein Bild traf mich, bevor ich noch das Foto machte. Es verfolgte mich», sagte der 28-Jährige. Mit der Kampagne wolle er helfen, dass die Stimme des Kindes die Welt erreicht.

(AFP)

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